Felicity Rash

D Felicity J. Rash
Dialäkt: Züritüütsch

D Felicity Jane Rash (* 1954; † 22. Novämber 2023 z Libourne, Nouvelle-Aquitaine, Frankrych[1]) isch e britischi Germanischtin gsy, wo-n-e Profässuur a der Uniwèrsitèèt London ghaa hät. I der eerschte Helfti vo irem Forschen und Publizieren isch si bsunders am Tüütsch i de Schwyz inträssiert gsy.

ires Läbe

D Rash hät 1987 a der Uni London promowiert; ire Toktervatter isch de William Jervis Jones gsy. Vo 1988 bis 1999 isch si Lecturer, vo 1999 bis 2003 Senior Lecturer und vo 2003 bis 2007 Reader für tüütschi Spraachwüsseschaft und modèrni Tüütschschwyzer Literatuur am Westfield College (spööter Queen Mary & Westfield College) von der Uni London gsy. 2007 isch si Profässoorin für Germanistischi Linguistik am Queen Mary College vo der Uni London woorde. Am 1. Augschte 2020 isch si emeritiert woorde.

D Rash hät zeerscht hauptsächli zur tüütsche Spraach i de Schwyz gschribe (Meerspraachigkäit, Diglossie und Yflüss us de romaanische Naachberspraachen und us em Änglisch). Spööter hät si dänn hauptsächli aaglueget, wie mer i de Politik mit de Spraach umgaat, bsunders i de Zyt vom Imperialismus und Antisemitismus. Drüberusen isch si au a Fachdidaktik und Landeskund inträssiert gsy.

Ire langjèèrig Paartner isch de Peter Orton gsy, Lecturer für Altgermanischtik und Nordischtik au am Queen Mary College.

iri Forschig zum Tüütsch i de Schwyz

Iri Dissertazioon French and Italian Lexical Influences in German-speaking Switzerland (1550–1650), wo öppe 400 Syte hät, isch en wichtige Bytraag zur Schwyzer Spraachgschicht: Si isch e Dokumäntazioon und en Analyse vo 1274 Leenwöörter, wo im Jarhundert vo 1550 bis 1650 us em Französisch und us em Italiänisch, aber au us em Bündnerromaanisch i di Schriftspraach vo de Tüütschschwyzer choo sind. Für daas hät si extra- und intralinguistische Faktooren under d Lupe gnaa: Wurum isch woo wänn weles Woort übernaa woorde? Wie isch mer mit de Luutig, wie mit de Formen umggange?

S Buech The German Language in Switzerland. Multilingualism, Diglossia, and Variation hät de Zwäck ghaa, britische Studi und Leerpèrsoone d Spraachsituazioon i de Tüütschschwyz verständlich z mache. Mer hät drufabe gfunde, das au Tüütschspraachigi daademit öppis chönd aafange, und drum hät si s na uf Hoochtüütsch übersetzt. Uf öppe 300 Syte wèèrded Theeme wie «d Schwyz as meerspraachigi Gsellschaft», «d Tüütschschwyz as diglossischi Spraachgmäinschaft», «d Spraachpflääg», «d schwyzertüütsche Tialäkt», «s Schwyzerhoochtüütsch und di tüütschschwyzerisch Literatuur», «intèrni Spraachkontäkt», «internazionaali Spraachkontäkt», «frömdi Yflüss uf s Schwyzertüütsch und s Schwyzerhoochtüütsch», «nöieri Tändänze», «Spraach und soziaali Gmäinschaft», «subjektyvi Aasichte zur Spraach» und «zwüschemänschlichi Bezieigen und Komunikazioon» abghandlet – i dère Bräiti hät s esoo öppis vorane nanig ggèè.

I säber Zyt hät d Rash en guete Kontakt zur Redakzioon vom Schwyzerischen Idiotikon ghaa – bsunders zum Peter Dalcher, wo sich s Läbe lang mit Anglizismen im Schwyzertüütsch usenandgsetzt hät.

Publikazioone (Uuswaal)

Monografye

  • French and Italian Lexical Influences in German-speaking Switzerland (1550–1650) (= Studia Linguistica Germanica. Band 25). de Gruyter, Berlin / New York 1989.
  • The German Language in Switzerland. Multilingualism, Diglossia, and Variation (= German Linguistic and Cultural Studies. Band 3). Lang, Bern 1998.
    • Die deutsche Sprache in der Schweiz. Mehrsprachigkeit, Diglossie und Veränderung. Lang, Bern 2002.
  • The Language of Violence. Adolf Hitler’s Mein Kampf. Lang, New York 2006.
  • German Images of the Self and the Other. Nationalist, Colonialist and Anti-Semitic Discourse, 1871–1918. Palgrave Macmillan, Basingstoke, Hampshire 2012.
  • The Discourse Strategies of Imperialist Writing. The German Colonial Idea and Africa, 1848–1945. Routledge, Taylor & Francis Group, London / New York 2017.

Usegäberschaft

  • (mit em Falco Pfalzgraf:) Anglo-German Linguistic Relations (= Jahrbuch für Internationale Germanistik. Reihe A, Band 98). Lang, Bern / Berlin [u. a.] 2008.
  • (mit em Andreas Musolff): German Nationalist and Colonial Discourse (= Patterns of Prejudice. Band 45.5). 2011.
  • (mit de Geraldine Horan und em Daniel Wildmann:) English and German Nationalist and Anti-Semitic Discourse, 1871–1945. Lang, Oxford / Bern [u. a.] 2013.
  • (mit em Christophe Declercq:) The Great War in Belgium and the Netherlands. Beyond Flanders Fields. Springer International Publishing, Cham 2018.
  • (mit de Geraldine Horan:) The Discourse of British and German Colonialism. Convergence and Competition. Routledge, London / New York 2021.

Chlinneri Byträäg zum Tüütsch i de Schwyz

  • Shoppen in der Schweiz. I: Sprachspiegel 49, 1993, S. 168–173.
  • Gwaggli and Gwagglitante. The Use of Epithets for Men and Women in Swiss German Past and Present. I: J. L. Flood, P. Salmon,  O.Sayce, C. J. Wells (Ugg.): Das unsichtbare Band der Sprache. Studies in German Language and Linguistic History in Memory of Leslie Seiffert. Stuttgart 1993, S. 597–626.
  • Amerikanismen in der deutschen Sprache der Schweiz. I: Sprachspiegel 50, 1994, S. 2–11.
  • Attitudes to the Use of English Vocabulary in Swiss German Advertising Language. I: The Web Journal of Modern Language Linguistics 1, 1996.
  • Neujungdenglisch. I: Sprachspiegel 52, 1996, S. 47–50 und 84–88.
  • Language-use as a Theme in German-language Swiss Literature. I: Language and Literature 9, 2000, S. 317–341.
  • Outsiders’ Attitudes towards Swiss German and Swiss Standard German. I: Gabrielle Hogan-Brun (Ug.): National Varieties of German outside Germany. Bern 2000, S. 67–101.
  • The Schweizerischer Verein für die deutsche Sprache and Linguistic Purism in Twentieth-century German-speaking Switzerland. I: M. C. Davies, J. L. Flood and D. N. Yeandle (Ugg.): Proper Words in Proper Places. Studies in Lexicology and Lexicography in Honour of William Jervis Jones. Stuttgart 2001, S. 254–277.
  • The German-Romance Language Borders in Switzerland. I: Journal of Multilingual and Multicultural Development 23, 2002, S. 112–136.
  • The German Language in Switzerland. I: Joy Charnley, Malcolm Pender (Ugg.): Living with Languages. The contemporary Swiss model. Lang, Bern 2003, S. 107–127.
  • Die Zukunft des SchweizerDeutschen aus angelsächsischer Sicht. I: Beat Dittli, Annelies Häcki Buhofer, Walter Haas (Ugg.): Gömmer Migros? Veränderungen und Entwicklungen im heutigen SchweizerDeutschen. Festschrift für Peter Dalcher. Freiburg/Schweiz 2003, S. 123–130.
  • Opening and Closing Rituals in Swiss German. I: W. J. Jones, W. A. Kelly, F. Shaw (Ugg.): Vir ingenio mirandus. Studies presented to John L. Flood. Göppingen 2003, S. 941–954.
  • Linguistic Politeness and Greetings. Rituals in German-speaking Switzerland. I: Linguistik online 20.3/4, 2004 = Dialectology of Swiss German, useggèè vom Beat Siebenhaar.
  • Verschweizert sich die Werbesprache (wieder)? I: Sprachspiegel 61, 2005, S. 102–105.
  • Linguistic Purism in German-speaking Switzerland and the Deutschschweizerischer Sprachverein 1904–1944. I: Nils Langer, Winifred Davies (Ugg.): Linguistic Purism in the Germanic Languages. Berlin / New York 2005, S. 110–123.
  • Englisch: Die fünfte Landessprache der Schweiz? I: Sprachspiegel 64, 2008, S. 50–56.
  • “English is cool”: The Influence of English on Swiss German. I: Falco Pfalzgraf (Ug.): Englischer Sprachkontakt in den Varietäten des Deutschen. English in Contact with Varieties of German. Lang, Wien / Frankfurt a. M. 2009, S. 171–183.
  • Professor Felicity Rash. Archiwierti Websyte vom Queen Mary University of London.
  • Prof Felicity Rash. I: sllf.qmul.ac.uk (der Autor vom Wikipediaartikel hät en Papyruustruck vo 2008 und e Wèrsioon vo 2014, underzwüschet findt mer d Felicity Rash deet nüme).
  • Felicity Rash. I: researchgate.net (mit ere komäntierte Publikazioonelyschte; wo bis 2018 gaat).
  • Felicity Jane Rash. I: germanistenverzeichnis.phil.uni-erlangen.de (abgfrööget am 25. Juni 2026; der Ytraag isch rächt alt und nöd naagfüert).

Fuessnoote

  1. ↑ Toodesaazäig uf libramemoria.com.