Żabi Róg

Żabi Róg
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Żabi Róg (Polen)
Żabi Róg (Polen)
Żabi Róg
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ostróda
Gmina: Morąg
Geographische Lage: 53° 52′ N, 20° 1′ O
Einwohner: 1103 (2021[1])
Postleitzahl: 14-300
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NOS
Wirtschaft und Verkehr
Eisenbahn: PKP-Linie 220: Olsztyn–Bogaczewo
Bahnstation: Żabi Róg
Nächster int. Flughafen: Danzig

Żabi Róg (deutsch Horn) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Morąg (Landgemeinde Mohrungen) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen).

Ortsschild am Ortseingang

Geographische Lage

Żabi Róg befindet sich im Norden Polens im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren in der Pojezierze Iławskie (Eylauer Seenplatte). Etwa 60 Kilometer nördlich verläuft die Staatsgrenze zur russischen Oblast Kaliningrad. Der Ort liegt 7 Kilometer südöstlich von der Kreisstadt Morąg (Mohrungen), 21 Kilometer nördlich von Ostróda (Osterode) und 34 Kilometer westlich von der Provinzhauptstadt Olsztyn (Allenstein). Historisch lag der Ort im Oberland in der Region Ostpreußen.

Geschichte

Ortsgeschichte

Der Ort wurde im 14. Jahrhundert zur Zeit des Deutschen Ordens gegründet und hieß ursprünglich Goldenhorn/Güldenhorn. Im Jahr 1343 verlieh der oberste Spittler und Komtur von Elbing Siegfried von Sitten einem gewissen Jakob an der Stelle des späteren Dorfes ein Krugprivileg, was vermuten lässt das bereits vor der Ortsgründung Menschen auf diesem Landstrich siedelten.

1353 erfolgte die Gründung des Dorfes Guldindhorn nach Kulmer Recht. Es gehörte in der Ordenszeit zum Kammeramt Mohrungen, welches der Komturei Elbing angehörte. Im Jahr 1420 wurde die Handfeste für Horn über 60 Hufen nach kulmischem Recht erneuert. Für die 6 freien Schulzenhufen sollte Jacob Micke, der zur damaligen Zeit die Herrschaft über das Dorf innehatte, Platendienst leisten.

Im Zuge der Reformation durch Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach wurde 1525 der Deutsche Orden säkularisiert und der Ordensstaat in das Herzogtum Preußen umgewandelt. An die Stelle der Komtureien traten Kreise, der spätere Kreis Mohrungen, zu dem Horn/Goldenhorn gehörte, kam zum Oberländischen Kreis. Mit der Verwaltungsreformen von 1818 im Königreich Preußen entstand mit der „Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden“ der Kreis Mohrungen dem Horn von Beginn bis zur Auflösung 1945 angehörte. Mit der Schaffung der Amtsbezirke 1874 wurde Horn Teil des Amtsbezirk Eckersdorf und zählte in diesem Bezirk neben Eckersdorf und Gubitten zu den drei Orten die über eine eigene Schule verfügten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort 1945 Teil Polens und in Żabi Róg (übersetzt „Froschhorn“) umbenannt.

Einwohnerzahlen

Jahr Anzahl
1820 230
1885 773
1905 782
1910 763
1933 725
1939 777
2021 1103[1]

Kirche

Evangelisch

Die evangelischen Einwohner von Horn gehörten vor 1945 der evangelisch-lutherischen Gemeinde Eckersdorf an.

Katholisch

Die katholischen Einwohner von Horn gehörten vor 1945 dem Kirchspiel Mohrungen, St. Joseph an. Die heutige polnische Bevölkerung ist nahezu ausschließlich katholisch und gehört der Pfarrei des Heiligen Antonius von Padua in Florczaki (Eckersdorf) an.

Verkehr

Bahnstation von Żabi Róg

Żabi Róg liegt nördlich am Rande der Droga wojewódzka 527, an der früher die deutsche Reichsstraße 133 verlief. Der Ort verfügt zudem über einen eigenen Bahnhof.

Commons: Żabi Róg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Polska w liczbach, Wieś Żabi Róg w liczbach, abgerufen am 17. Januar 2026