Carl Wassenegger

Carl Wassenegger, veraltet auch: Karl Wassenegger, (* 15. Juli 1862 in München; † 26. Dezember 1931 ebenda) war ein deutscher Karikaturist, Zeichner und Maler der Romantik und des Biedermeier.[1]

Leben und Wirken

Carl Wassenegger wuchs im Thal Nr. 35 und 36 in München auf.[2] Sein Vater, der bürgerliche Kupferschmied Franz Paul war ab 1848 Münchner Kunstverein aktiv.[3] Carl Wassenegger war mit dem akademischen Maler Glasmaler Philipp Sutner sowie dem Illustrator und Maler Wilhelm Irlinger verwandt.[1]

Werk

Der Münchner Fahrradhersteller Jean Strobel (l.) und Künstler Carl Wassenegger (r.) auf dem Hochradtandem.[4]

Carl Wasseneggers Illustrationen in Form von Titelgestaltung und Karikaturen[5] erschienen u. a. ab der Erstausgabe am 1. Oktober 1887 in dem von Heinrich Hildebrand (1894 Initiator des ersten Motorrads Hildebrand-Wolfmüller) gegründeten Magazins „Radfahr-Humor“ und dessen Beilage Rundschau Fabrication und Handel[6], für das später auch Emil Kneiß zeichnete. Als Mitglied der Wallberger schenkte Wassenegger dem Verein 1892 etwa eine Zeichnung für die Sammelliste zum Wallbergkreuz.[7]

In der Heustraße 15 in München betrieb der Maler sein Atelier[8]. Er fertigte Tusche-Zeichnungen, Karikaturen und Ölgemälde an, etwa das Gemälde Ein Hase (13,5 × 10,5 cm), das im Winckelmann-Museum Stendal hängt.[9]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Vgl. Carl Wassenegger | Vita
  2. ↑ Königliches Adressbuch für München.1875.
  3. ↑ Königlich-bayerisches Kreis-Amtsblatt von Oberbayern 1866, S. 2053
  4. ↑ Fotograf unbekannt. Der Knochenschüttler 22, Zeitschrift für Liebhaber historischer Fahrräder. 3. Januar 1890
  5. ↑ Vgl. z. B. C. Wasseneggers "Ritt auf dem Stier" für Radfahr-Humor II/23 vom 1.9.1889. Kunsthandel Widder.
  6. ↑ Radfahr-Humor. In: H. Hildebrand (Hrsg.): 1. Jahrgang. (1. Oktober 1887 bis 15. September 1888). Nr. 1-24. J. Heizmann, München.
  7. ↑ Volkstrachten und Erhaltungsverein Die Wallberger, Die Chronik des Vereins, Drittes Vereinsjahr 1891/1892, 20.2.1892 und 9.3.1892.
  8. ↑ Adolf Bothe: Adressbuch von bildenden Künstlern der Gegenwart. 1898, S. 273.
  9. ↑ Carl Wassenegger: Ein Hase. Winckelmann-Museum Stendal