Direct Blue 106

Strukturformel
Strukturformel von C.I. Direct Blue 106
Allgemeines
Name C.I. Direct Blue 106
Andere Namen
Summenformel C30H16Cl2N4Na2O8S2
Kurzbeschreibung

blaues Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 229-417-8
ECHA-InfoCard 100.026.744
PubChem 81014
ChemSpider 107562229
Wikidata Q72469548
Eigenschaften
Molare Masse 741,49 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

C.I. Direct Blue 106 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxazine und gehört zu den Triphendioxazin- und Direktfarbstoffen.

Darstellung

C.I. Direct Blue 106 kann ausgehend von 5-Amino-2-anilinobenzolsulfonsäure[S 2] und Chloranil in Wasser synthetisiert werden, wobei Magnesiumoxid zum Abfangen des entstehenden Chlorwasserstoffs dient. Die Cyclisierung zu den Dioxazinringen gelingt mit Oleum. Das Produkt kann als Natriumsalz isoliert werden.[3]

Geschichte

C.I. Direct Blue 106 wurde 1934 bei den I.G. Farben erfunden und patentiert. Die Vermarktung erfolgte unter der Bezeichnung Siriuslichtblau FF2GL.[3][4]

Verwendung

Der Farbstoff wird hauptsächlich zum Färben und Bedrucken von Baumwoll-, Viskose-, Seiden- und Polyamidfasergeweben verwendet. Es kann auch zum Färben von Leder eingesetzt werden.[5]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b MATERIAL SAFETY DATA SHEET. In: cncolorchem.com. QINGDAO SANHUAN COLORCHEM CO., LTD., abgerufen am 26. September 2025 (englisch).
  2. ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. ↑ a b 51300 C.I. Direct Blue 106. In: Society of dyers & colourists (Hrsg.): Colour Index. 3. Auflage. Band 4. Lund Humphries, Bradford & London 1971, ISBN 0-901956-06-6, S. 4466 (archive.org [abgerufen am 25. September 2025]).
  4. ↑ Patent US2134505: Dyestuff-sulphonic acids of the dioxazine series and process of preparing them. Angemeldet am 4. Oktober 1935, veröffentlicht am 25. Oktober 1938, Anmelder: General Aniline Works Inc., Erfinder: Arnold Brunner, Heinrich Greune, Max Thiele, Karl Thiess.‌
  5. ↑ Klaus Hunger (Hrsg.): Industrial Dyes: Chemistry, Properties, Applications. WILEY-VCH Verlag, Weinheim 2003, ISBN 3-527-30426-6, S. 439 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  1. ↑ Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu 3,10-Dianilino-6,13-dichlor[1,4]benzoxazino[2,3-b]phenoxazin-2,9-disulfonsäure: CAS-Nr.: 93982-53-7, PubChem: 81015, ChemSpider: 4788805, Wikidata: Q83122842.
  2. ↑ Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu 5-Amino-2-anilinobenzolsulfonsäure: CAS-Nr.: 91-30-5, EG-Nr.: 202-058-4, ECHA-InfoCard: 100.001.872, PubChem: 66671, Wikidata: Q72436431.