Edifenphos

Strukturformel
Strukturformel von Edifenphos
Allgemeines
Name Edifenphos
Andere Namen
  • Ethyl-S,S-diphenyldithiophosphat
  • Dithiophosphorsäure-O-ethyl-S,S-diphenylester
  • EDDP
Summenformel C14H15O2PS2
Kurzbeschreibung

klare gelbe bis hellbraune Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 17109-49-8
EG-Nummer 241-178-1
ECHA-InfoCard 100.037.420
PubChem 28292
Wikidata Q15632710
Eigenschaften
Molare Masse 310,38 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,23 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−25 °C[2]

Dampfdruck

vernachlässigbar gering[2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (56 mg·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301+311+331​‐​317​‐​410
P: 273​‐​280​‐​301+310+330​‐​302+352+312​‐​304+340+311[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Edifenphos ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester.

Edifenphos wurde 1966 von Bayer als systemisches, protektiv und kurativ wirksames, Fungizid eingeführt.[1][4]

Gewinnung und Darstellung

Edifenphos kann durch Reaktion von Thiophenol mit Ethylphosphordichloridat (Ethanol + Phosphoroxychlorid) gewonnen werden.[5]

Verwendung

Der Wirkstoff hemmt die Phosphatidylsynthese. Unter dem Handelsnamen Hinosan wurde es gegen den Reisbrandpilz (Pyricularia oryzae) und Corticium sasakii im Reisanbau eingesetzt.[4]

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b Eintrag zu Edifenphos. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 6. Januar 2015.
  2. ↑ a b c d e f g h Eintrag zu Edifenphos in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 8. Januar 2021. (JavaScript erforderlich)
  3. ↑ Eintrag zu Edifenphos in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. ↑ a b György Matolcsy, Miklós Nádasy, Viktor Andriska, Sándor Terényi: Pesticide chemistry. Elsevier, 1989, ISBN 978-0-444-98903-1, S. 306 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 351 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Edifenphos in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 26. März 2016.