Ein ganz mieser Tag

Film
Titel Ein ganz mieser Tag
Originaltitel Strul
Produktionsland Schweden
Originalsprache Schwedisch
Erscheinungsjahr 2024
Länge 98 Minuten
Altersempfehlung ab 13[1]
Produktions­unternehmen FLX
Stab
Regie Jon Holmberg
Drehbuch
  • Jon Holmberg
  • Tapio Leopold
Produktion Anna Carlsten
Musik
  • Anders Niska
  • Klas Wahl
Kamera Erik Persson
Schnitt Rickard Krantz
Besetzung & Synchronisation

Ein ganz mieser Tag (Originaltitel: Strul, internationaler englischer Titel Trouble) ist eine schwedische Actionkomödie aus dem Jahr 2024 mit Filip Berg, Amy Deasismont und Eva Melander von Regisseur Jon Holmberg, der gemeinsam mit Tapio Leopold das Drehbuch schrieb.[2]

Handlung

Der geschiedene Conny Rundqvist arbeitet als Servicetechniker und Verkäufer in einem Elektro-Geschäft. In seiner Freizeit fliegt er mit einem Flugsimulator. Mit seiner Ex-Frau Ayla, die mittlerweile mit dem Piloten Tomas liiert ist, teilt er sich das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Julia, die jede zweite Woche bei ihm verbringt. Im Haus der Kundin Mirjam, genannt Mimmi, soll er während deren Abwesenheit einen neuen Fernseher einrichten. Weil er während der Arbeit geräuschreduzierende Kopfhörer trägt, bekommt er zunächst nicht mit, wie im Haus eingebrochen wird.

Luka, der Ehemann von Mimmi, wird niedergestochen, gegenüber Conny erwähnt Luka ein Handy, das allerdings von der Polizei später nicht gefunden wird. Conny wird bewusstlos geschlagen, als er wieder zu sich kommt ist Luka tot. Der Verdacht fällt auf Conny, weil er die Tatwaffe in die Hand genommen hatte. Von der Polizistin Helena Malm wird Conny verhört, während Polizeiassistentin Diana Wilson das Geschehen beobachtet. Conny wird der Anwalt Hasse zugeteilt und schließlich vom Gericht zu 18 Jahren Haft verurteilt. Im Gefängnis ist Conny in der Wäscherei tätig, wo er einen Tunnel entdeckt. Nachdem eine Berufung durch seinen Anwalt nicht durchgeht, flieht Conny über den Tunnel ins Freie und kehrt ins Haus von Mimmi zurück, um nach dem von Luka erwähnten Handy zu suchen. Conny vermutet, dass sich auf dem Handy etwas befindet, weswegen Luka getötet wurde.

Weil Diana Zweifel an Connys Schuld hat, nimmt sie sich die Akten von Luka vor, dessen Arbeitsplatz in der Nähe jenes Ortes war, wo Kokain-Dealer festgenommen wurden. Bevor jemand seine Abwesenheit bemerkt, kehrt Conny ins Gefängnis zurück. Von den Häftlingen Musse und Norinder wird Conny irrtümlich für einen Piloten gehalten, weil diese ein Foto von Ayla, deren Tochter und Tomas gefunden haben. Die beiden weihen Conny in ihre Fluchtpläne ein, Conny soll ihr Flugzeug fliegen.

In einer Lampenschale an der Decke findet Mimmi das Handy von Luka. Als sich Helena nach einem Hinweis von Diana bei Mimmi danach erkundigt, behauptet diese, das Handy nicht gefunden zu haben. Auf dem Handy findet sich ein Video mit Helena, das sie dabei zeigt, wie sie einen Mann niederschlägt und sich die Drogen schnappt. Helena ordnet darauf an, das Telefon von Mimmi zu überwachen. Darüber erfährt sie vom Treffen von Mimmi und Conny. Nach der Übergabe des Handys von Mimmi an Conny nimmt Helena die Verfolgung von Conny auf, der mit Musse und Norinder zum Flughafen unterwegs ist.

Am Flughafen wird Norinder von der Polizei verhaftet und Conny von Helena angeschossen. Sie nimmt ihm heimlich das Handy ab, das sie später vernichtet. Conny wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo ihm Helena Zyankali spritzen möchte, aber von Diana dabei gestört wird. Zwischen Diana und Helena kommt es zu einem Kampf. Diana flüchtet mit Conny aus dem Krankenhaus, während Helena behauptet, dass Diana sie angeschossen hat, obwohl sie es selbst war. Conny und Diana werden von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben.

Auf der Festplatte des Smart-TV-Geräts von Mimmi entdecken die beiden eine weitere Kopie des Videos mit Helena. Auf der Suche nach Anwalt Hasse finden sie heraus, dass Hasse und Helena unter einer Decke stecken. Conny alarmiert die Polizei und lockt damit ein Team unter der Leitung von Josef, dem Vorgesetzten von Diana und Helena, ins Hotel, wo Hasse und Helena mit einem Abnehmer ihrer Drogen verhandeln. Conny verfolgt Hasse und nimmt dabei das Geld aus dem Drogendeal an sich, das er an Musse als Entschädigungszahlung für die schiefgelaufene Flucht weiterreicht. Nachdem es Conny gelingt, das Video von Mimmis Fernseher auf den Fernsehgeräten des Hotels abzuspielen, ist auch Josef von Helenas Schuld überzeugt. Helena, Hasse und die Drogenabnehmer werden von der Polizei festgenommen, während Conny einige Zeit später freigelassen wird.

Besetzung und Synchronisation

Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die FFS Film- & Fernseh-Synchron. Dialogregie führte Kalpna Joshi, die auch das Dialogbuch schrieb.[3]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[3]
Conny Rundkvist Filip Berg Benjamin Mereis
Diana Wilson Amy Deasismont Pola Jane O’Mara
Frank Hellberg Juan Maluenda Ole Pfennig
Helena Malm Eva Melander Elisabeth Günther
Hasse Måns Nathanaelson
Norinder Dejan Čukić
Musse Joakim Sällquist Peter Lehn
Mirjam, genannt Mimmi Sissela Benn
Sam Robert Follin
Tomas Emil Brulin René Oltmanns
Ayla Shirin Golchin

Produktion und Veröffentlichung

Der Film wurde von FLX produziert, Produzentin war Anna Carlsten.[2] Die Dreharbeiten fanden in Stockholm statt.[4] Die Kamera führte Erik Persson, die Musik schrieben Anders Niska und Klas Wahl, die Montage verantwortete Rickard Krantz. Das Szenenbild gestaltete Teresa Beale und das Kostümbild Mia Andersson und Ellen Utterström.[2]

Auf Netflix wurde der Film am 3. Oktober 2024 veröffentlicht.[2] Die Produktion ist eine Neuverfilmung der schwedischen Actionkomödie Ausgetrickst (1988) von Jonas Frick mit Björn Skifs als Chemielehrer Conny Rundqvist.[5][6][7]

Rezeption

Kritiken

Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Das Szenario sei altbekannt, werde hier aber mit viel Humor angereichert. Das Ergebnis sei tatsächlich spaßig, auch weil das Ensemble bei dem absurden Treiben tapfer mithalte und ständig etwas geschehe.[5]

Der Filmdienst meinte, dass schwarzer skandinavischer Humor sowie skurrile Misskommunikation für ein lustig-spannendes Filmerlebnis sorgten.[2]

derwatchdog.de bewertete die Produktion mit zwei von fünf Punkten. Die ersten Filmminuten seien kurzweilig geraten, die Geschichte verliere aber bald an Charm, Witz und Unterhaltungswert. Für eine Komödie nie lustig genug, als Kriminalgeschichte zu generisch, dümple der Streifen fortan ideenlos vor sich hin. Während Conny eine angenehm charmante Hauptfigur sei, bliebe das Ensemble um ihn herum blass und austauschbar.[7]

Abrufe

Laut digital i erreichte der Film im Oktober 2024 in Deutschland 1,023 Millionen zusehende Haushalte und lag damit auf Platz fünf der Film-Streaming-Charts.[8]

Einzelnachweise

  1. Ein ganz mieser Tag bei Netflix, abgerufen am 16. Oktober 2024.
  2. a b c d e Ein ganz mieser Tag. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 16. Oktober 2024.
  3. a b Ein ganz mieser Tag (2024). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 29. März 2025.
  4. Ingrid Ostby: Everything to Know About the Movie Trouble. In: netflix.com. 3. Oktober 2024, abgerufen am 25. Dezember 2025 (englisch).
  5. a b Oliver Armknecht: Ein ganz mieser Tag. In: film-rezensionen.de. 3. Oktober 2024, abgerufen am 16. Oktober 2024.
  6. Ein ganz mieser Tag. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 16. Oktober 2024.
  7. a b Ein ganz mieser Tag: Kritik zum Netflix Film – Lohnt sich die schwedische Thrillerkomödie? In: derwatchdog.de. 3. Oktober 2024, abgerufen am 16. Oktober 2024.
  8. Jens Schröder: "Die Werwölfe von Düsterwald" und das "LOL"-"Halloween Special" waren die Streaming-Hits des Monats. In: meedia.de. 6. Dezember 2024, abgerufen am 7. Dezember 2024.