Fenazaflor

Strukturformel
Strukturformel von Fenazaflor
Allgemeines
Name Fenazaflor
Andere Namen

Phenyl-(5,6-dichlor-2-trifluormethyl-1-benzimidazol)-carboxylat

Summenformel C15H7Cl2F3N2O2
Kurzbeschreibung

gelblich grüner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 14255-88-0
EG-Nummer 238-134-9
ECHA-InfoCard 100.034.652
PubChem 26597
Wikidata Q15632891
Eigenschaften
Molare Masse 375,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

103 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (13 mg·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 312​‐​302​‐​410
P: 273​‐​280​‐​501[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fenazaflor ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbamate und Benzimidazole.

Eigenschaften

Fenazaflor ist ein gelblich-grüner Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[4] Er zersetzt sich bei Erhitzung.[1]

Verwendung

Fenazaflor wird als Akarizid und Insektizid verwendet.[4] Er war zwischen 1969 und 1976 in der BRD zugelassen.[5] Die Wirkung beruht auf der Hemmung der oxidativen Phosphorylierung.[6]

Zulassung

In der Europäischen Union ist Fenazaflor mit der Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 vom 20. November 2002 nicht in den Anhang I der Richtlinie 91/414/EWG aufgenommen worden. Daher dürfen in den Staaten der EU keine Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, die Fenazaflor enthalten.[7]

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 14255-88-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 25. März 2013. (JavaScript erforderlich)
  2. ↑ Eintrag zu Fenazaflor in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. ↑ Datenblatt Fenazaflor, PESTANAL bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 7. November 2016 (PDF).
  4. ↑ a b Terry Hills: Organic Chemistry. Lotus Press, 2004, ISBN 81-89093-51-7, S. 81 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Peter Brandt: Berichte zu Pflanzenschutzmitteln 2009: Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln ... Springer DE, 2010, ISBN 3-0348-0029-0, S. 16 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ Volkert Sjut, J.A. Butters: Molecular Mechanisms of Resistance to Agrochemicals. Springer, 1997, ISBN 3-540-62461-9, S. 65 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. ↑ Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 (PDF) der Kommission vom 20. November 2002
  8. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Fenazaflor in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 24. Februar 2016.