Foramsulfuron

Strukturformel
Strukturformel von Foramsulfuron
Allgemeines
Name Foramsulfuron
Andere Namen

2-[3-(4,6-Dimethoxy-2-pyrimidinyl)-ureidosulfonyl]-4-(formamido)-N,N-dimethylbenzamid

Summenformel C17H20N6O7S
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 173159-57-4
EG-Nummer (Listennummer) 605-666-1
ECHA-InfoCard 100.116.530
PubChem 11419598
ChemSpider 9594484
Wikidata Q22807801
Eigenschaften
Molare Masse 452,44 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt

199,5 °C[2]

Dampfdruck

4,2·10−11 Pa (20 °C)[3]

Löslichkeit

schlecht löslich in Wasser (3,3 g·l−1 bei 20 °C), Aceton, Methanol und Acetonitril[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 351​‐​410
P: 273​‐​280​‐​308+313​‐​391​‐​405​‐​501[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Foramsulfuron ist eine chemische Verbindung des aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe.

Gewinnung und Darstellung

Foramsulfuron kann ausgehend von 2-Methyl-5-nitrobenzolsulfonsäure über das N,N-Dimethyl-2-aminosulfonyl-4-formamidobenzamid synthetisiert werden.[5]

Eigenschaften

Foramsulfuron ist ein farb- und geruchloser Feststoff,[1] der schlecht löslich in Wasser ist. Die Halbwertszeit der Hydrolyse (DT50) beträgt 3,7 Tage bei einem pH-Wert von 4 und es ist stabil bei einem pH-Wert von 7 und 9.[3]

Verwendung

Foramsulfuron ist ein 2001[6] auf den Markt gebrachtes Herbizid das im Ackerbau für Mais verwendet wird.[3] Es wird über die Blätter aufgenommen und beeinflusst die Synthese von Aminosäuren.[7]

Zulassungsstatus

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[8]

Handelsnamen

Foramsulfuron wird als Einzelwirksoff unter dem Handelsnamen Monsoon, Cubix und Equip sowie als Kombination mit den Wirkstoffen Thiencarbazon und/oder Iodosulfuron-methyl-Natrium unter den Produktnamen MaisTer oder Conviso vertrieben.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d LGC: MSDS Foramsulfuron
  2. ↑ a b c d Datenblatt Foramsulfuron, PESTANAL bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 17. April 2021 (PDF).
  3. ↑ a b c d BVL: Foramsulfuron Wirkstoff-Nr 1015-1, abgerufen am 17. April 2021.
  4. ↑ Eintrag zu foramsulfuron (ISO) in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 17. April 2021. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. ↑ Shenyang Research Institute of Chemical Industry: Synthesis of Foramsulfuron (Memento vom 17. April 2021 im Internet Archive), abgerufen am 17. April 2021.
  6. ↑ Peter Jeschke, Matthias Witschel, Wolfgang Krämer, Ulrich Schirmer: Modern Crop Protection Compounds. John Wiley & Sons, 2019, ISBN 978-3-527-34089-7, S. 82 (books.google.com).
  7. ↑ Kalyani Paranjape, Vasant Gowariker, V. N. Krishnamurthy, Sugha Gowariker: The Pesticide Encyclopedia. CABI, 2014, ISBN 978-1-78064-014-3, S. 221 (books.google.com).
  8. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Foramsulfuron in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Foramsulfuron“ im Feld „Wirkstoff“) und Deutschlands, abgerufen am 6. April 2023.