Franz Suess

Franz Suess (* 1961 in Linz) ist ein österreichischer Comiczeichner, Autor und Illustrator.[1] Er lebt und arbeitet in Wien.

Leben und Ausbildung

Franz Suess wurde 1961 in Linz geboren.[2] Er studierte Malerei und Grafik an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und besuchte anschließend die Meisterklasse für Keramik.[1]

Nach dem Studium begann er mit Postkarten-Comics und veröffentlichte auf der Online-Plattform „Raketa“ Comics, Fotografien und satirische Collagen.[3][4] Seine ersten größeren Comicwerke entstanden nach der Teilnahme an einem 24-Stunden-Zeichenmarathon im Rahmen der Veranstaltung „Comics gegen Rechts“ im Jahr 2010.[1]

Werk

Suess’ Arbeiten thematisieren oft Außenseiter, psychische Spannungen und menschliche Isolation. Seine Zeichnungen sind meist in Grau- und Schwarztönen gehalten.[5]

  • 1160, Ottakring (Glaskrähe, Wien 2011): Eine Erzählung über vier Samstage im Leben eines Mannes in Wien-Ottakring.[6]
  • Isopoda (Glaskrähe, Wien 2016): Eine Graphic Novel mit psychologisch-melancholischem Thema.[7]
  • Paul Zwei (Luftschacht, Wien 2019): Behandelt Themen wie Gender-Transformation und Selbstfindung.[8]
  • Letzte Nacht (Text von Elisabeth Führlinger, Luftschacht, Wien 2018): Kinderbuch/Illustration – Träger des Romulus-Candea-Preises der Münchner Stiftung.[9]
  • Diebe und Laien (avant-verlag, 2022): Erstes Comic-Werk bei avant; gewann den ICOM Award als bester Independent-Comic 2023.[10]
  • In den Taschen des schönen Herrn Tag (Luftschacht Verlag 2023)
  • Drei oder vier Bagatellen (avant-verlag, 2024): Vier Episoden über zwischenmenschliche Milieustudien – nominiert für den Max-und-Moritz-Preis.[11]
  • Jakob Neyder (avant-verlag, 2025): Manuskript mit dem Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung ausgezeichnet.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Biografie Franz Suess. In: Literaturfestival Berlin. Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik e. V., 2019, abgerufen am 8. Juli 2025 (deutsch).
  2. ↑ Martina Knoben: Franz Suess bekommt den Berthold Leibinger Comicbuchpreis 2024: Ein Menschenmaler. 1. Dezember 2023, abgerufen am 8. Juli 2025.
  3. ↑ Autorenseite Franz Suess. In: Autorenseite - Vorgestellt. avant-verlag GmbH, abgerufen am 8. Juli 2025 (deutsch).
  4. ↑ Thierry Zeller: Künstlerseite Franz Suess. In: Comic Time. Comic Time, Thierry Zeller, Augsburg, abgerufen am 8. Juli 2025.
  5. ↑ Die Vielfalt von Comics und Graphic Novels aus Österreich. Abgerufen am 11. Juli 2025 (deutsch).
  6. ↑ 1160, Ottakring • Salon für Kunstbuch. Abgerufen am 11. Juli 2025 (englisch).
  7. ↑ Franz Suess: ISOPODA (2016). Abgerufen am 11. Juli 2025.
  8. ↑ Franz Suess, Paul Zwei. In: Luftschacht Verlag. Abgerufen am 11. Juli 2025.
  9. ↑ Elisabeth Führlinger, Franz Suess ° Letzte Nacht. In: Luftschacht Verlag. Luftschacht Verlag, abgerufen am 12. Juli 2025.
  10. ↑ Diebe und Laien. In: Verlags-Homepage. Avant-Verlag, abgerufen am 11. Juli 2025 (deutsch).
  11. ↑ Drei oder vier Bagatellen. In: Homepage des Verlages. Avant Verlag, abgerufen am 11. Juli 2025 (deutsch).
  12. ↑ Outstanding Artist Award für Franz Suess. In: Outstanding Artist Award. Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport in Österreich, abgerufen am 12. Juli 2025.
  13. ↑ Romulus-Candea-Preis. Literaturhaus Graz, abgerufen am 12. Juli 2025.
  14. ↑ ICOM - Der Interessenverband Comic e.V. Abgerufen am 12. Juli 2025.
  15. ↑ Berthold Leibinger Stiftung GmbH | Comicbuchpreis. Abgerufen am 12. Juli 2025.
  16. ↑ Franz Suess mit Comicbuchpreis 2024 ausgezeichnet. Abgerufen am 12. Juli 2025.