Gesellschaft für Klima und Demokratie
| Gesellschaft für Klima und Demokratie | |
|---|---|
| Rechtsform | gemeinnütziger Verein |
| Gründung | 3. März 2008 |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Klimaschutz durch demokratische Verfahren |
| Vorsitz | Christine Kühnel, Katja Treichel-Grass, Percy Vogel |
| Geschäftsführung | Michaela Zimmermann und Kai Simmerl |
| Website | https://klima-und-demokratie.de/ |
Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V. ist ein gemeinnütziger deutscher Verein mit Sitz in Berlin. Bis Juli 2025 hieß der Verein „BürgerBegehren Klimaschutz“. Ziel des Vereins ist Umwelt- und Klimaschutz durch demokratische Verfahren zu bewirken. Dazu unterstützt der Verein Bürgerbegehren in Deutschland und bietet Klimaschutz-Initiativen kostenfreie Beratung an. Zusätzlich engagiert sich Gesellschaft für Klima und Demokratie dafür demokratische Teilhabe auszuweiten und die Finanzierung von kommunalen Klimaschutz langfristig zu sichern.[1]
In der Vergangenheit war der Verein als Mitglied des Berliner Energietisches maßgeblich an der Organisation des gescheiterten Volksentscheid über die Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung 2013 beteiligt.[2][3][4] Im Jahr 2019 wurde in Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut München e.V. und Mehr Demokratie e.V. das Handbuch „Klimawende von unten – Wie wir durch direkte Demokratie die Klimapolitik in die Hand nehmen“ erstellt.[5] Im Jahr 2021 war der Verein am Bürgerrat Klima beteiligt.[6]
Vor der Bundestagswahl 2025 initiierte der Verein die Kampagne und Petition „Klimaschutz ins Grundgesetz – für zukunftsfähige Kommunen“ und forderte darin eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Artikel 91a Abs. 1 Grundgesetz.[7]
In Zusammenarbeit mit Mehr Demokratie e.V. organisiert Gesellschaft für Klima und Demokratie in vier Kommunen (Osterburg,[8] Bezirk Marzahn-Hellersdorf,[9][10] Pinneberg,[11] Flensburg[12]) Bürgerräte zu Hitzeschutz, Mobilität und Klimaschutz.[13] Über die in Bürgerräten erarbeiteten Empfehlungen wird teilweise in Ratsreferenden abgestimmt.[14]
Einzelnachweise
- ↑ firmennest: Über uns. In: Gesellschaft für Klima und Demokratie. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Energiepolitik: Berliner lehnen kommunale Stromversorgung ab. In: Die Zeit. 3. November 2013, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 15. November 2025]).
- ↑ Marlies Uken: Volksentscheid: Die Berliner Stromrebellion. In: Die Zeit. 1. November 2013, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 15. November 2025]).
- ↑ Jahresbericht 2013. 2013 (klima-und-demokratie.de [PDF; abgerufen am 14. November 2025]).
- ↑ Leitfaden: Klimawende von unten – durch direkte Demokratie Klimapolitik in die Hand nehmen. In: Klima-Allianz. Abgerufen am 20. Januar 2026 (deutsch).
- ↑ Bürgerrat Klima. Abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Klimaschutz ins Grundgesetz. In: WeAct. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Stadt Osterburg: Bürgerrat Mobilität & Radverkehr. Abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Klima trifft Kommune: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf startet Bürgerrat für Hitzeschutz in Marzahn-Nord. 20. Juni 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Hitzeschutz in Berlin - Bürgerrat legt Empfehlungen vor. deutschlandfunk.de, 24. November 2025, abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ René Erdbrügger: Pinneberg plant Bürgerrat für Klimaschutz-Projekt. 13. Oktober 2024, abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Bürgerrat Flensburg: Verkehr neu denken und mitmachen. ndr.de, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Klima trifft Kommune. 22. August 2025, abgerufen am 15. November 2025 (deutsch).
- ↑ Klima trifft Kommune. In: Re:Form. Abgerufen am 20. Januar 2026 (amerikanisches Englisch).