Giulio Rosati

Giulio Rosati.

Giulio Rosati (geb. 1857 in Rom, gest. 1917 in Rom) war ein italienischer Maler, der sich insbesondere auf die Orientalismus-Malerei spezialisierte.

Leben und Wirken

Orientalismus-Harem-Szene aus Rosatis Ispezione di nuovi arrivi.

Giulio Rosati wurde 1861 in Rom in eine Familie von Bankiers und Militärs geboren. Er schlug nicht den Beruf seiner Familie ein, sondern studierte Kunst an der Accademia di San Luca bei Dario Querci und Francesco Podesti. Außerdem studierte er bei Luis Álvarez y Catalá (1836–1901), dem Direktor des Prado-Museums in Madrid. Er arbeitete hauptsächlich mit Aquarellfarben, gelegentlich auch mit Ölfarben, und konzentrierte sich während seiner gesamten Malerkarriere vor allem auf Orientalismus-Kunst. Er widmete sich insbesondere Darstellungen des Maghreb, den er selbst nie besucht hatte. Sein Gemälde „Orientalische Szene“ wurde 1900 auf der Exposition di Belle Arte in Rom ausgestellt.[1]

Er gehörte zu einer großen Gruppe von Malern, die zu dieser Zeit ähnliche Motive aus dem Nahen Osten darstellten. Er wurde zu einem der produktivsten orientalistischen Maler des 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu anderen Orientalisten reiste er nie in den Nahen Osten. Er nahm selten an Ausstellungen teil und zog es vor, seine Werke direkt über Kunsthändler zu verkaufen.[2]

Zu seine Bildern zählen insbesondere bekannte Darstellungen von Haremsszenen.

Werk (Auswahl)

Commons: Giulio Rosati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Juler, C., Les Orientalistes de l'école Italienne, ARC, 1994, S. 138.
  2. ↑ Thornton, L., The Orientalists: Painter Travellers, Paris, ACR, 1994, S. 160.