Wiederroth absolvierte von 1920 bis 1924 eine Lehre als Zeichner und studierte von 1926 bis 1928 an der Staatlichen Kunstgewerbe-schule bzw. Landeskunstschule Hamburg. Von 1929 bis 1936 arbeitete er als Gebrauchsgrafiker in Hamburg bei den Reemtsma-Cigarettenfabriken, von 1937 bis 1943 in Düsseldorf als Gebrauchsgrafiker und Buchgestalter bei A. Bagel, Verlag und Druckerei, und von 1943 bis 1945 als Buchgestalter des Bibliographischen Instituts in Leipzig. Ab 1946 war er in Mölkau als Gebrauchsgrafiker freischaffend tätig. Vor allem arbeitete er als Buch- und Einbandgestalter für die Leipziger Verlage Otto Harrassowitz und insbesondere weiter für das Bibliographische Institut. Für dieses leitete er das Grafiker-Kollektiv des Kleinen Lexikons von A – Z, illustrierte er u. a. weitere Lexika und die beliebten Bildwörterbücher und entwarf er Einbände, darunter für den Großen Duden.
Adolf Löhr:Das Kleeblatt an der grünen Weser. Eine Erzählung für Mädchen. Verlag Robert Bartenschlager, Reutlingen, 1948
Ausstellungen (unvollständig)
1947: Leipzig, Museum der bildenden Künste („Buch – Schrift – Werbekunst. Schau des graphischen Schaffens seit 1945“)
1958/1959 und 1962/1963: Dresden, Vierte und Fünfte Deutsche Kunstausstellung
1962, 1965, 1974 und 1979: Leipzig, Bezirkskunstausstellungen
Literatur
Charlotte Fergg-Frowein (Hrsg.): Kürschners Graphiker Handbuch. Deutschland Österreich Schweiz. Walter De Gruyter und Co., Berlin, 1959, S. 185
Hellmut Rademacher (Einführender Text): Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 348