Hieronymus Bucher

Hieronymus Bucher (* 1538 in Eisleben; † 25. Januar 1589 in Halle/Saale) war ein frühkapitalistischer Großkaufmann.

Leben

Hieronymus Bucher (auch: Buchner) war ein Sohn des Eislebener Stadtvogts und Saigerhändlers Wolf Bucher (1497–1566) und der Margaretha Manfeld (1509–1551).[1] Zusammen mit seinem Vetter, dem Leipziger Bürgermeister Peter Buchner (1528–1582), leitete er ab 1556 das familiäre Saigerhandelsunternehmen der Buchner.[2]

1561 wurde ihm und seinem Vetter Peter gegen eine beträchtliche Geldleihe an Graf Christoph von Mansfeld dessen Schloss Seeburg verpfändet; die Einsetzung in das Pfand Seeburg mit dem Vorwerk Wormsleben erfolgte 1563. Nach 12 Jahren ging Seeburg an einen anderen Eigentümer über.[3]

Sein Grabmal auf dem Stadtgottesacker in Halle (Saale) (Schwibbogen Nr. 2) hat sich nicht erhalten; seit 2007 erinnert ein von dem Bildhauer Marcus Golter geschaffenes und mit dem Peter-Parler-Preis 2007 ausgezeichnetes Wappenrelief an ihn.[4]

Quellen

Darstellungen

  • „Bauhütte Stadtgottesacker“ e. V. – neu gestaltete Reliefs. In: Bauhütte Stadtgottesacker Halle. Zuletzt abgerufen am 29. Oktober 2022.
  • K. Heine: Schloß Seeburg und seine Bewohner. Ein Beitrag zur Heimatskunde der Grafschaft Mansfeld. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde. 30. Jg. (1897), S. 299–330.
  • Martin Litzinger: Das Montanunternehmer- und Saigerhandelsgeschlecht Buchner in Coburg, Eisleben und Leipzig. In: Martin Luther und der Bergbau im Mansfelder Land. Hrsg. von Rosemarie Knape. Eisleben, 2000, S. 93–104.
  • Joachim Penzel: Ein Requiem in Stein. Die Neugestaltung des halleschen Stadtgottesackers durch Gegenwartskünstler. Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2017, S. 36–39.
  • Ernst Schmiedel: Die Buchner oder Bucher aus Coburg. In: Blätter für fränkische Familienkunde. Nr. 1 (1966), S. 22–24.
  • Otfried Wagenbreth: Die Buchners, Hüttenbesitzer und Metallhändler im Thüringer Wald, Mansfeld und Leipzig. In: Familie und Geschichte. Bd. 1, Heft 7 (1998), S. 1–10.

Einzelnachweise

  1. ↑ Geschlechtsgeschichte der Lindner, Buchner ..., Handschrift, um 1674, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Sign. Hs 16659. Zuletzt abgerufen am 17. Juli 2022. S. 13r. Zuletzt abgerufen am 31. Oktober 2022.
  2. ↑ Martin Litzinger: Das Montanunternehmer- und Saigerhandelsgeschlecht Buchner in Coburg, Eisleben und Leipzig. In: Martin Luther und der Bergbau im Mansfelder Land. Hrsg. von Rosemarie Knape. Eisleben, 2000, S. 96.
  3. ↑ K. Heine: Schloß Seeburg und seine Bewohner. Ein Beitrag zur Heimatskunde der Grafschaft Mansfeld. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde. 30. Jg. (1897), S. 308.
  4. ↑ Joachim Penzel: Ein Requiem in Stein. Die Neugestaltung des halleschen Stadtgottesackers durch Gegenwartskünstler. Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2017, S. 39.