Hymexazol

Strukturformel
Strukturformel von Hymexazol
Allgemeines
Name Hymexazol
Andere Namen
  • 5-Methylisoxazol-3-ol
  • 3-Hydroxy-5-methylisoxazol
Summenformel C4H5NO2
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 10004-44-1
EG-Nummer 233-000-6
ECHA-InfoCard 100.029.988
PubChem 24781
Wikidata Q16512783
Eigenschaften
Molare Masse 99,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,551 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

86 °C[1]

Siedepunkt

200–204 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser (85 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​317​‐​318​‐​361d​‐​411
P: 280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​310[2]
Toxikologische Daten

3900 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Hymexazol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Isoxazole und ein von Sankyo entwickeltes und Anfang der 1970er-Jahre eingeführtes Fungizid.[1]

Gewinnung und Darstellung

Hymexazol kann durch Reaktion von Diketen und Hydroxylamin und anschließenden Ringschluss mit Chlorwasserstoff gewonnen werden.[4]

Verwendung

Hymexazol wird als systemisches Boden-Fungizid und Beizmittel im Reis-, Gemüse- und Zuckerrübenanbau verwendet.[4]

Zulassung

Pflanzenschutzmittel mit Hymexazol als Wirkstoff (Handelsname Tachigaren) sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassen.[5]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e Eintrag zu Hymexazol. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  2. ↑ a b c d Eintrag zu 3-Hydroxy-5-methylisoxazol in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2024. (JavaScript erforderlich)
  3. ↑ Eintrag zu Hymexazol (ISO) in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 28. Januar 2022. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. ↑ a b Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. William Andrew, 1996, ISBN 0-8155-1853-6, S. 465 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Hymexazol in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Hymexazol“ im Feld „Wirkstoff“) und Deutschlands, abgerufen am 14. Februar 2016.