Ilsabe von Sonntag

Ilsabe von Sonntag (* 1942 in Wien; † 15. Mai 2016 in Mülheim an der Ruhr[1]) war eine österreichisch-deutsche Künstlerin.

Leben

Ilsabe von Sonntag wurde im Jahr 1942 in Wien geboren, das damals Teil des Großdeutschen Reiches war. Sie legte ihre Matura im Jahr 1960 im oberösterreichischen Steyr ab. Für ihr Studium zog sie nach Deutschland. Zunächst nahm sie 1961 ein Kunststudium an der Werkkunstschule in Wiesbaden, der heutigen Hochschule RheinMain, auf. Danach studierte sie Kunst an der Universität Mainz und Philosophie in Köln. Später war sie als angehende Kunsterzieherin in den Kunstakademien von Düsseldorf und Karlsruhe eingeschrieben, wo sie unter anderem beim Maler Albrecht von Hancke lernte.[2] Ihr Examen legte sie im Jahr 1967 in Düsseldorf ab. Sie wurde Mitglied der Duisburger Sezession.

Im Jahr 1968 gelang es von Sonntag eine erste Einzelausstellung ihrer Werke zu organisieren. Ab 1977 unterrichtete sie als Volkshochschuldozentin an der Essener Volkshochschule. Letztmals war sie hier im Jahr 2004 tätig. Sie heiratete den Chemiker Clemens von Sonntag. Zwischen 1982 und 1992 trat sie außerdem als Galerieinhaberin in Erscheinung, sie betreute das „Kunstkabinett in der Bleichstraße“ in Mülheim an der Ruhr. 1991 und 1992 nahm sie an der Sommerakademie Luxemburg teil, 1992 und 1995 war sie als Seminarteilnehmerin in Japan. Besondere Bedeutung hatten ihre kunsthistorischen Plaudereien, die sie als Mitglied des Mülheimer Kunstvereins anbot. Ilsabe von Sonntag starb am 15. Mai 2016 in Mülheim an der Ruhr.

Werke (Auswahl)

Ilsabe von Sonntag wirkte vor allem als bildende Künstlerin. Die Arbeiten thematisieren vor allem Motive, die Ilsabe von Sonntag auf Reisen gefunden hatte. Daneben spielen verschiedene Themen aus der Kunstgeschichte eine größere Rolle. Von Sonntag gelang es, dreimal in japanischen Städten, darunter in Nagoya und Kyoto, Einzelausstellungen ihrer Werke zu organisieren. Daneben stellte von Sonntag ihre Werke auch in Luxemburg-Stadt und Wien aus. Insgesamt können circa 40 Einzelausstellungen und über 100 Gruppenausstellungen fassbar gemacht werden.

Daneben trat von Sonntag auch als Autorin von modetheoretischen Aufsätzen in Erscheinung.

Einzelnachweise

  1. Lebenswege FAZ: Ilsabe von Sonntag, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  2. Jörn Stender: Assoziations-Räume, WAZ (2009), abgerufen am 22. Dezember 2025.