Kelzendorf
| Kelzendorf (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Urfahr-Umgebung (UU), Oberösterreich | |
| Pol. Gemeinde | Alberndorf in der Riedmark (KG Steinbach) | |
| Koordinaten | 48° 24′ 54″ N, 14° 22′ 34″ O | |
| Einwohner der Ortschaft | 119 (1. Jän. 2025) | |
| Postleitzahlen | 4202, 4211 Alberndorf in der Riedmark | |
| Vorwahl | +43/07235 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 12040 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Alberndorf-West (41601 001) | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS | ||
Kelzendorf ist eine Ortschaft der Gemeinde Alberndorf in der Riedmark im Bezirk Urfahr-Umgebung in Oberösterreich. Die Ortschaft hat 119 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025[1]).
Geographie
Kelzendorf ist Teil der Katastralgemeinde Steinbach[2] sowie des Zählsprengels Alberndorf-West[3] und umfasst 58 Adressen (Stand: 1. April 2020).[4]
Die Ortschaft liegt auf einem Höhenrücken zwischen der Großen Gusen in Nordosten und dem Steinbach im Südwesten.
Der Ort grenzt an die Ortschaften Steinbach, Kottingersdorf, Weikersdorf, Matzelsdorf, an die Haibacher Ortschaften Kaindorf, Baumgarten und Renning sowie an Weberndorf, welches zu Hellmonsödt gehört.
Geschichte
Im 11. Jahrhundert kolonisierten die Slawen der Riedmark und des Machlandes bis zur windischen Grenze Lest-Lamm-Kelzendorf.[5] Das früheste Schriftzeugnis für den Ortsnamen lautet „Cholzdorf“[6] und stammt aus dem Jahr 1171,[7] als der Babenberger Herzog Heinrich II. dem Stift Garsten versprach, dessen Besitzungen in der Riedmark zu schützen, wobei unter anderem die Alberndorfer Ortschaften Kelzendorf, Spattendorf und Weikersdorf erstmals urkundlich erwähnt wurden.
Der Name Kelzendorf geht auf den slawischen Personennamen CholЪcЪ[8] oder – weniger wahrscheinlich – auf den deutschen Personennamen Kolbo zurück.
Freizeit
Seit 2014 gibt es den Fußballverein FC Kelzendorf (FCK).
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ DORIS (Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System). Land Oberösterreich, Abteilung Geoinformation und Liegenschaft, abgerufen am 1. Juli 2023.
- ↑ Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis Oberösterreich 2001. Verlag Österreich, Wien 2005, ISBN 3-902452-43-9, S. 325 (statistik.at [PDF; abgerufen am 1. Juli 2023]).
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Hans Krawarik: Siedlungsprozesse des Frühmittelalters im Mühlviertel. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Jahrgang 159, Linz 2014, S. 96f (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Erich Trinks (Bearb.): Urkunden-Buch des Landes ob der Enns. Band 1. Wien 1852, XVI, S. 130 (archive.org): „xxx.“
- ↑ Ernst Schwarz: Die Ortsnamen des östlichen Oberösterreichs (= Prager deutsche Studien. 42. Heft). Kraus Verlag, Reichenberg i. B. 1926, S. 91 (landesbibliothek.at).
- ↑ Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S. 71, Nr. 10.1.18.15 („Cholzdorf dimidium mansum“ in einer Urkunde aus dem Jahr 1171; der slawische Personenname ist auch im kleinen Passauer Ministerialengeschlecht der Chelzen und im Namen ihres kleinen Burgsitzes Kelzen bei Kirchberg ob der Donau enthalten).

