Konduitenliste

Konduitenliste 7. Gendarmerie Brigade 1830–1832
Konduitenliste 1824, Gendarm Ludwig Heynau, stationiert: Laasphe (Ausschnitt)

Die Konduitenliste war eine Sammlung von Berichten Vorgesetzter über das inner- und außerdienstliche Wohlverhalten sowie die Befähigung von nachgeordneten Militärangehörigen, Gendarmen und Beamten des preußischen Staates im 18. und 19. Jahrhundert.

Der Begriff wurde vom französischen Wort Konduite = Betragen abgeleitet.[1][2] Führungslisten z. B. der preußischen Gendarmen wurden in den jeweiligen Gendarmerie Brigaden jährlich erstellt und gaben detailliert Auskunft über den Vor- und Nachnamen, seine Heimat, das Alter, die Größe, den allgemeinen Lebensgang des Beurteilten, die familiären Verhältnisse, seinen Dienstrang, die militärische Vorbildung und Verwendung, Angehörigkeitsdauer bei der Gendarmerie, Teilnahme an Feldzügen, Ehrenzeichen, Bestrafungen, Belobigungen, körperlichen Zustand, Kenntnisse, Fertigkeiten, wirtschaftliche Verhältnisse, Verhalten außerhalb des Dienstes sowie innerdienstliches und sittliches Benehmen.[3]

Konduitenlisten des Preußischen Heeres und der Königlich Preußischen Landgendarmerie sind in großer Zahl im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz archiviert.[4]

Einzelnachweise

  1. Konduitenliste - Zeno.org
  2. Konduitenliste – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele. Abgerufen am 26. November 2025.
  3. Konduitenliste 7. Gendarmerie Brigade 1833, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, I HA Rep. 77 Tit. 1883 Nr. 7 Bd. 14, Einsichtnahme am 10. Februar 2025.
  4. Konduitenliste der Ersten Wachtmeister und Gendarmen der 7. Gendarmerie-Brigade, Bd. 25. Abgerufen am 26. November 2025.