Kopfbandpfette

Kopfbandpfette

Kopfbandpfette (auch Bugpfette genannt) ist ein Pfettenstrang, der aus Pfetten, Pfosten und Kopfbändern (Bügen) besteht.[1][2]

Die Kopfbandpfette ist eine Bauweise einer Konstruktion im Dachbau, die in vielen Dächern zu finden ist. Sie ist ebenfalls im Bereich des Hallenbaus vertreten. Die Nutzung ging erst zurück, als Otto Hetzer 1906 Leimholz erfand und patentieren ließ.[2]

Konstruktion

Jedes Kopfband bildet zusammen mit dem Pfosten und der Pfette ein geschlossenes Dreieck. Dieses Dreieck stellt gemeinsam einen sehr guten Längsverband dar und reduziert die Stützweite erheblich. Die Stützweite ist nicht mehr einfach die Länge von Pfosten zu Pfosten, sondern diese Länge minus einmal Kopfbandstützweite. Die ist in der DIN 1052 festgelegt. In der aktuellen Ausgabe ist es möglich, die Stützweite um das Doppelte der Kopfbandstützweite zu verringern. Man kann hier keine Holzverbindungen wie Loch und Zapfen mit Holznagel nutzen, sondern muss Versätze mit Bolzen oder stumpfe Verbindungen mit Knaggen und Laschen verwenden.[1]. Durch diese Stützweitenreduzierung kann nach der Querschnittsberechnung ein deutlich kleinerer Pfettenquerschnitt gewählt werden. Dies alles gilt nur für die Mittelfelder, wo die Pfosten auf beiden Seiten Kopfbänder haben. Bei den Außenfeldern, wo der Außenpfosten nur ein Kopfband hat, müssen wegen der Knickgefahr zusätzliche Maßnahmen getroffen werden.[1][2]

Einzelnachweise

  1. a b c Kopfbandpfette DIN 1052, auf pbs.de, abgerufen am 9. Januar 2026.
  2. a b c Fritz Kress: Der Zimmerpolier. Bruderverlag, Karlsruhe 1991, ISBN 3-87104-085-1, S. 109.