Lorenz Niebuhr
Lorenz Niebuhr auch Laurentius Niebur (* um 1540 in Hamburg; † 13. April 1588 in Güstrow) war ein deutscher Jurist und Hochschullehrer.
Leben
Lorenz Niebuhr war der Sohn des Hamburger Ratsherren und späteren (1557) Bürgermeisters Lorenz Niebur (um 1510 – 15. Januar 1589) und dessen Frau Margaretha, Tochter des Bürgermeisters Johann Wetken.[1] Er wurde im Juni 1567 an der Universität Rostock unter dem Rektor David Chyträus immatrikuliert und 1569 zum Licentiaten (Iuris) promoviert. Ebenfalls 1569 wurde er an der Rostocker Universität zum ordentlichen Professor der Rechte/Pandekten (herzoglich) berufen. 1571 wurde er zum Konsistorialassessor ernannt und Mitglied im herzoglichen Konsistorium. 1573 erfolgte bei Johannes Borcholten die Promotion zum Dr. iur. utr. Niebuhr hatte während der Sommer-Semester 1571 und 1577 das Amt des Rektors der Universität inne. Johannes Albinus wurde 1578 auf der Professur sein Nachfolger, da Niebuhr als mecklenburg-güstrowscher Hofrat an den Hof Herzog Ulrichs nach Güstrow wechselte.
Lorenz Niebuhr war verheiratet 1) mit Engel Drachstede aus Lüneburg, 2) mit Elisabeth, Tochter des Senators Diederich Rademin. Er starb durch Freitod.
Literatur
- Johann Bernhard Krey: Andenken an die Rostockschen Gelehrten aus den drei letzten Jahrhunderten. 5. Stück, Rostock 1815, S. 19.
- Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen, für gute Freunde. Band 2. Warningck, Rostock 1738, S. 661–663.
- Friedrich Georg Buek: Genealogische und Biograpische Notizen über die seit der Reformation verstorbenen hamburgischen Bürgermeister. Hamburg 1840, S. 36 (sub.uni-hamburg.de).
Weblinks
- Eintrag zu Lorenz Niebuhr im Catalogus Professorum Rostochiensium
- Eintrag zu Lorenz Niebuhr im Rostocker Matrikelportal
- Eintrag zu Lorenz Niebuhr im CERL Thesaurus
- Eintrag zu Lorenz Niebuhr im Register Personen und Körperschaften der Personalschriftensammlung der Landesbibliothek MV
- Druckschriften von und über Lorenz Niebuhr im VD 16.
Einzelnachweise
- ↑ Buek: 1840, S. 36.