Methisazon

Strukturformel
Strukturformel
Allgemeines
Freiname Metisazon
Andere Namen
  • 1-Methyl-1H-indol-2,3-dion-3-thiosemicarbazon
  • N-Methylisatin-β-thiosemicarbazon
  • Marboran
Summenformel C10H10N4OS
Kurzbeschreibung

orange-gelbes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1910-68-5
EG-Nummer 217-616-2
ECHA-InfoCard 100.016.016
PubChem 667492
ChemSpider 5259074
DrugBank DB13641
Wikidata Q4562049
Eigenschaften
Molare Masse 234,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

248 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser und verdünnten anorganischen Säuren[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Methisazon ist ein Virostatikum, welches gegen Pocken- und Adenoviren wirksam ist. Methisazon wirkt durch Hemmung der Synthese einiger Antigene in Viren, wodurch unreife Viruspartikel entstehen.[3]

Es war früher das einzige wirksame Mittel zur Chemoprophylaxe bei Pocken, wozu es seit 1963 verwendet wurde.[4] Mit der Ausrottung der Pocken ist Methisazon obsolet geworden.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c Eintrag zu Metisazon. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. Mai 2015.
  2. ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. ↑ F.H. Meyers: Lehrbuch der Pharmakologie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-66183-9, S. 626 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Eugen Haagen: Viruskrankheiten des Menschen. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-26789-9, S. 2165–2166 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).