Minna Niebour
Minna Niebour (* 14. Oktober 1863 in Varel; † 21. Mai 1930 in Schwabing) war eine deutsche Lehrerin.
Leben
Minna Niebour war die Tochter des Juristen, Kommunalpolitikers und späteren und Reichstagsabgeordneten August Niebour und seiner Ehefrau Anne Hermine Adele geb. Wahn (1830–1870). Ein Bruder von Minna Niebur war der Jurist Eduard Niebour.
Nach der Schulausbildung besuchte sie das Lehrerseminar in Wolfenbüttel, wo sie anschließend auch als Lehrerin arbeitete. Der Tätigkeit in Wolfenbüttel schloss sich das Studium der klassischen Sprachen an den Universitäten in Göttingen und Kiel an. Nach dem Studium wirkte sie als Oberlehrerin in Kiel und in Frankfurt am Main. Nachdem Minna Niebour 1912 aus gesundheitlichen Gründen ihre Lehrtätigkeit aufgeben musste, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Arbeit[1] Einige ihrer Werke erschienen unter dem Pseudonym Adolf Wahn.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Belletristik
Dramen
- Die Tradödie vom Sterben (1911)
- Staufenblut (1911)
- Zagen und Wagen (1913)
- Deutscher Boden (1916)
- Die Rode von Altena (1927)
Lyrische Texte
- Die letzten Tage einer Königin. Stimmen und Bilder aus dem Jahre 1793. Leipzig 1913 (Reihe Pandora im Insel-Verlag)
Übersetzungen
- Homer's Odyssee frei nach Voß. Schulausgabe mit einem Anhang von Gedichten. Leipzig und Frankfurt a. M. 1900 (Kesselring'sche Hofbuchhandlung)
Nichtfiktionale Texte
- Beiträge zur Kenntnis des Dichters Leisewitz. In: Jahrbuch des Geschichtsvereins für das Herzogtum Braunschweig, Jg. 4 (1905), S. 62–113. (Digitalisat: [1])
- Bilder aus Homers Ilias und Odyssee für Höhere Lehranstalten. Leipzig und Frankfurt a. M. 1913 (Kesselring'sche Hofbuchhandlung)
Literatur
- Wilhelm Kosch: Deutsches Literaturlexikon. 3. Auflage. 1988. Band 11, Sp. 275.
- Friedl, Hans, "Niebour" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 217 (Online-Version: [2])
Weblinks
- Literatur von und über Minna Niebour im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
- ↑ Zur Biografie Minna Niebours vgl. den Nachruf in der Kölnischen Zeitung, Ausgabe vom 13. April 1931.