Możdżenie
| Możdżenie | ||
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| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: |
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| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Szczytno | |
| Gmina: | Rozogi | |
| Geographische Lage: | 53° 30′ N, 21° 27′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 12-114 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NSZ | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Kowalik → Możdżenie | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Możdżenie (deutsch Waldburg) ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rozogi (Landgemeinde Friedrichshof) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg).
Geografie
Możdżenie, ein Weiler (polnisch Osada), liegt in der südlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 30 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Szczytno (deutsch Ortelsburg).
Aufgrund seiner abseitigen Lage ist Możdżenie lediglich über einen Landweg von Kowalik (Kowallik, 1928 bis 1945 Waldburg) aus zu erreichen. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Możdżenie gehört kirchlich zur evangelischen Pfarrei in Szczytno in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, außerdem zur römisch-katholischen Maria-Magdalenen-Gemeinde in Rozogi im Erzbistum Ermland.
Geschichte
Im Zuge der Separation der Ortschaften Kowalick, Schatoulletz, Klein Blumenau im Kreis Ortelsburg entstand ein neues Etablissement, dem am 30. Mai 1857 der Name Waldburg beigelegt wurde.[1] Gause vermutet, dass Waldburg dem Gut Chatouller (um 1824) entspricht, auch Chatouller oder Chatoulletz genannt im Amt Friedrichsfelde, Kirchspiel Friedrichshof, das schon auf der Schrötterschen Karte verzeichnet ist. Es wurde durch einen Kontrakt vom 25. November 1822 mit den drei Brüdern Mozdzien aus Katzmarczik Piecisko (Karzmaszki oder Pieczisko, Kaczmarskie, auch Karzmaszisko), in den Jagen 56 und 72 der Puppenschen Forst neu angelegt. Es hieß daher im Volksmund Mosdzien.[2][3]
Der Gutsbezirk Waldburg[4] wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Farienen[5] (polnisch Faryny) eingegliedert, der bis 1945 bestand und zum Kreis Ortelsburg im Regierungsbezirk Allenstein der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Im Jahre 1910 lebten im Gutsbezirk 35 Einwohner.[6] Am 30. September 1928 erfolgte die Eingliederung des Gutsbezirks Waldburg in die Landgemeinde Kowallik, die gleichzeitig in Waldburg umbenannt wurde.[5]
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt wurde, war auch das Gut Waldburg davon betroffen. Das Gut erhielt die polnische Namensform „Możdżenie“[7][8] in Anlehnung die alte Namensform Mosdzien.
Einzelnachweise
- ↑ Regierung zu Königsberg (Hrsg.): Amtsblatt der Preussischen Regierung zu Königsberg. Königsberg 30. Mai 1857, S. 138, Nr. 124 (Digitalisat).
- ↑ Fritz Gause: Neue Ortsnamen in Ostpreußen seit 1800 (= Sonderschriften des Vereins für Famlienforschung in Ost- und Westpreussen e.V. Band 53). Königsberg 1935, S. 36.
- ↑ Dietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen. Waldburg. 2005, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Słownik geograficzny Królestwa Polskiego i innych krajów słowiańskich. T. 12: Szl - War, 1892, S. 903, Waldburg 1.) (archive.org).
- ↑ a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Farienen. 25. September 2025, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Waldburg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. Januar 2026.
- ↑ Stanisław Rospond (Hrsg.): Słownik nazw geograficznych Polski zachodniej i pólnocnej. II: Niemiecko-polska. Warschau 1951, S. 735, Waldburg Gut (Chatouletz) (polnisch). (Wörterbuch der geographischen Namen des westlichen und nördlichen Polens. II:Deutsch-Polnisch)
- ↑ Waldburg, Możdżenie im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. Januar 2026.


