Neologe Synagoge (Prešov)
Die Neologe Synagoge in Prešov, einer Stadt im Osten der Slowakei ,stammt aus dem Jahr 1887. Sie dient heute als Einrichtungshaus.
Geschichte
Die jüdische Gemeinde errichtete 1847– 1849 eine erste Synagoge. Bei einem großen Stadtbrand 1887 wurde auch dieses Gebäude zerstört. Im selben Jahr wurde an gleicher Stelle eine neue Synagoge erbaut.
1871 kam es in Ungarn (zu dem Prešov damals gehörte) zu einer Spaltung der jüdischen Gemeinden in orthodoxe, neologe (eine gemäßigte Reformbewegung) und Status– quo– ante Gemeinden. Die Synagoge blieb im Besitz der Neologen, Die Orthodoxen erbauten 1897/98 ihre eigene Synagoge.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude umgebaut, so dass es heute nur noch in einer vereinfachten Gestalt besteht. Es ist ein geschütztes Kulturdenkmal.
Architektur
Ursprüngliches Aussehen
Die Außenwände des imposanten Gebäude im Maurischen Stil waren rot– gelb gestreift. Die Synagoge war von einem achteckigen Turm gekrönt, der durch einen zwiebelförmigen Aufsatz abgeschlossen wurde. Auf den Ecken befanden sich kleine Ziertürmchen. Die Vorderseite war vertikal in drei Teile gegliedert. In diesen befand sich je eine Tür und darüber je ein Rundfenster. Horizontal gab es ein Gliederung durch Blendarkaden zwischen den Türen und den Fenstern. An den Seiten befanden sich hohe Rundbogenfenster.
Der Innenraum entsprach einem dreischiffigen Bauwerk. Die Frauenempore lief entlang dreier Seiten (außer im Osten) und wurde von verzierten Pfeilern gestützt.
Heutiges Aussehen
Bei den Umbauten wurden außen die Türme und Verzierungen entfernt. Die Außenwände wurden einfarbig gestrichen. Die runden Fenster wurden durch eckige ersetzt. Innen wurde eine zweite Etage eingezogen. In der Nische, wo sich der Toraschrein befand, ist jetzt ein Lastenaufzug.[1]
Siehe auch
Weblinks
- [1] Centre for Jewish Art. Bilder des ursprünglichen Aussehens.
Einzelnachweise
- ↑ Maroš Borský: Synagogue Architecture in Slovakia Towards Creating a Memorial Landscape of Lost Community Dissertation an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg 2005, S..72 ff. Abgerufen am 18. Januar 2026.
Koordinaten: 48° 59′ 58,5″ N, 21° 14′ 35,4″ O
