Ordos Museum
![]() Blick auf das Ordos Museum | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Ordos |
| Art |
Regionalmuseum
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| Eröffnung | 2011 |
Das Ordos Museum (chinesisch 鄂尔多斯博物馆) ist ein Museum im District Kangbashi der chinesischen Stadt Ordos in der Inneren Mongolei. Das Museum beheimatet diverse Ausstellungsstücke aus der Region Ordos zur Naturkunde und Kukturgeschichte der Region, insbesondere zur Ordos-Kultur und dem Mongolenführer Dschingis Khan.
Architektur und Baugeschichte
Das Museum wurde 2005 vom chinesischen Ingenieurbüro MAD im Auftrag der Lokalregierung entworfen und von dem Bauunternehmen Huhehaote Construction erbaut. Die Eröffnung fand nach sechsjähriger Bauzeit im Jahr 2011 statt.[1]
Das Gebäude umfasst eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern, auf denen sich sechs Ausstellungsebenen befinden.[2]
Das architektonische Außendesign ist sowohl die an die Dünen der Wüste Gobi als auch die Werke des Architekten Buckminster Fuller aus den 1940er Jahren angelehnt.[2][3][4] Es wurde von dem Ingenieur Preston Scott Cohen aus Cambridge entworfen.[5]
Durch die konvexe, organische Form kann das Gebäude den sehr kalten Wintern und den starken Sandstürmen der Region trotzen. Die Außenhülle besteht aus poliertem Aluminium. Die Wände des Gebäudes sind lumineszierend.[2][3]
Neben der oben genannten Analogie zur Wüste Gobi wird das Bauwerk häufig auch mit einem großen Pilz, der aus dem Wüstenboden wächst, oder dem „Helm von Dschingis Khan“ assoziiert.[5]
Das Gebäude wirkt visuell wie eine schützende, beinahe organische Haut, die sich um einen eher traditionellen, orthogonalen Innenraum legt. Dieser Kontrast zwischen der fließenden, freien Außenform und der klar strukturierten Innenorganisation deutet auf die Gegenüberstellung von urtümlicher, ungezähmter Natur und den ordnenden, systematischen Bestrebungen des Menschen hin.[5]
Ausstellungen und Ausstellungsstücke
Im Museum können Ausstellungsstücke vom Erdmittelalter bis in die Gegenwart besichtigt werden. So befindet sich im Museum eine Abteilung, in denen sich vor allem Dinosaurierfossilen befinden, die in der Region um Ordos ausgegraben wurden. Daneben befinden sich maßstabsgetreue Modelle von diesen Dinosauriern. Ebenfalls beherbergt das Museum in diesem Abschnitt Fossilien urzeitlicher Pflanzen und anderer Tiere.[5]
Eine weitere Dauerausstellung spannt einen großen historischen Bogen der lokalen Menschheitsgeschichte: von der Ordos-Kultur (spätes Paläolithikum bis Bronzezeit) über die großen nomadischen Reiche der Xiongnu, Türken und vor allem der Mongolen bis zur modernen Stadtentwicklung von Ordos. Dabei wurde ein Schwerpunkt auf die teilweise hochentwickelte Lebensweise der nomadischen Kulturen gelegt. Hierzu werden kunstvolle Bronzeobjekte mit Tiermotiven, Waffen, Werkzeuge und Schmuck sowie Kleidungsstücke aus verschiedenen Epochen ausgestellt. Dabei zeugen die Gegenstände von einer naturverbundenen Lebensweise dieser Völker. Besonders eindrucksvoll sind kleine Bronzeplaketten und Ornamente, die trotz mobiler Lebensweise eine ausgeprägte Ästhetik zeigen.[5][6]
Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf das Mongolische Reich gelegt, wobei insbesondere dessen ausgeklügelte Verwaltung, der kulturelle Austausch und das Alltagsleben zu dieser Zeit dargestellt werden. Im Mittelpunkt steht dabei Dschingis Khan, dessen Mausoleum sich ebenfalls in Ordos befindet.[5]
Eine weitere Abteilung zeigt die gegenwärtige Geschichte der Stadt: Ordos erfuhr in den letzte Jahrzehnten eine rasanten Wandel zur wohlhabenden Stadt – dank einer Industrialisierung durch Verarbeitung von Kohle und Kaschmir. Dabei wird auch auf die Geschichte umstrittenen, ambitionierten Stadtentwicklung des Stadtteils Kangbashi eingegangen.[5]
Ergänzt werden die Dauerausstellungen durch Wechselausstellungen, ein starkes Storytelling-Konzept mit Multimedia. Zudem dient das Museum als Bildungsort, Tourismusmagnet und Gemeinschaftszentrum.[5] Nicht selten werden Objekte aus dem Ordos-Museum zu Sonderausstellungen auch an anderen Standorten gezeigt.[6]
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Ordos Art & City Museum / MAD Architects. In: Arch Daily. Abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ a b c Riccardo Bianncini: China: Ordos Museum by MAD Architects. In: InExhibit. Abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ a b Bridget Borgobello: MAD's Ordos Museum is finally complete. In: New Atlas. Abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ Ordos Museum – An Amazing Work of Contemporary Architecture in Gobi Desert. In: China Xian Tour. Abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ a b c d e f g h Ordos Museum. In: WonderfulMuseums. Abgerufen am 15. Januar 2026.
- ↑ a b Ordos bronze exhibition brings steppe culture to SZ. In: EyeShenzhen. Abgerufen am 17. Januar 2026.
