Der nächstgelegene bewohnte Ort ist das zwei Kilometer westliche Selenodolje(Neu Lubönen/Memelwalde).
Geschichte
Alt Lubönen ist auf einer Karte von 1722 eingezeichnet. 1874 wurde die Landgemeinde Alt Lubönen in den neugebildeten AmtsbezirkSchillehnen im Kreis Ragnit eingeordnet.[1] Nach der litauischen Annexion des Memellandes im Jahr 1923 befand sich der Ort in einer Grenzlage. 1938 wurde er in Friedenswalde umbenannt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Ort mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt er den russischen Namen Osjornoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Nemanski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.[2] Später gelangte der Ort in den Chlebnikowski selski Sowet. Auf einer etwa 1973 erschienenen Karte wurde die Anzahl der Häuser mit (nur noch) sechs angegeben.[3] Im Jahr 1988 wurde der Ort nicht mehr aufgeführt.[4] 1992 wurde das letzte Wohnhaus abgerissen.
↑Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
↑ abDie Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874
↑Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888
↑Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907
↑Uli Schubert: M. W. Ehrenreich: Landkreis Ragnit. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Original am 20. Januar 2008; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910). auf gemeindeverzeichnis.de
↑Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939