Paul-Fagius-Gemeindezentrum

Paul-Fagius-Gemeindezentrum
Basisdaten
Konfession evangelisch
Ort Rheinzabern, Deutschland
Landeskirche Evangelische Kirche der Pfalz
Widmung Paul Fagius
Baugeschichte
Baujahr 1971,
1984 (Erweiterung)
Baubeschreibung
Einweihung 8. Juli 1971
Baustil Moderne
Ausstattungsstil Moderne
Bautyp Fertig-Montage-Kirche, Gemeindezentrum
Koordinaten 49° 6′ 52,8″ N, 8° 16′ 18,1″ O
Vorlage:Infobox Kirchengebäude/Wartung/Funktion und Titel fehltEvangelische Kirche der Pfalz

Das protestantische Paul-Fagius-Gemeindezentrum in Rheinzabern im Landkreis Germersheim (Rheinland-Pfalz) gehört zur Protestantischen Kirchengemeinde Erlenbach in der Evangelischen Landeskirche der Pfalz. Benannt ist es nach dem Reformator Paul Fagius, der in Rheinzabern geboren wurde.

Lage

Das Gemeindezentrum liegt in einem Neubaugebiet Am Sportplatz an einer Straßenecke mit der Pfeifferstraße. Es ist etwa einen Kilometer vom historischen Ortskern entfernt und befindet sich unweit des Bienwaldes.

Geschichte

Die evangelische Gemeinde in Rheinzabern entstand im frühen 20. Jahrhundert. Seit 1933 wurden regelmäßig Gottesdienste abgehalten, zunächst in Schulräumen, später an wechselnden provisorischen Orten. Im Jahr 1937 wurde Rheinzabern der Pfarrei Erlenbach zugeordnet. 1984 erfolgte die Eingliederung in die Kirchengemeinde Erlenbach mit Hatzenbühl.

Gebäude und Inneneinrichtung

Es handelt sich bei dem Kirchengebäude um eine Fertig-Montage-Kirche aus Holz, die 1971 gebaut und am 8. Juli eingeweiht wurde. Der Bautyp war von der Rheinischen Landeskirche speziell für Neubaugebiete konzipiert worden. Die 12.000 DM Baukosten wurden über Spenden von einer ökumenischen Gruppe organisiert, an der auch der katholische Pfarrer beteiligt war[1]. 1984 wurde die Kirche durch einen Anbau erweitert und zu einem Gemeindezentrum mit zusätzlichen Räumen für Gemeindeveranstaltungen ausgebaut. Ihren Namen erhielt das Gemeindezentrum erst 1996[1]. Das Gebäude wurde mehrfach saniert und umgebaut. 1991 erhielt es eine neue Heizung, 1992 wurde das Dach erneuert, 1995 der Innenraum umgestaltet. Im Jahr 2005 erfolgte die Sanierung des Flachdachs über dem Eingangsbereichs, der 2012 umgestaltet und barrierefrei umgebaut wurde.

Zur Ausstattung gehören ein Holzaltar, eine Kanzel und Stühle, die vor dem Bau angeschafft wurden. Sie alle bestehen aus braunem Holz und sind schlicht gehalten[1]. Hinter dem Altar hängt ein schlichtes, weißes Kreuz. Die Kirche verfügt auch über ein Orgelpositiv mit sechs Registern, das 1962 von der Firma Walcker gebaut und im Jahr 2005 von Markus Graser aufgestellt wurde. Es hat mechanische Trakturen und Schleifladen.[2] Das Glaskunstfenster stammt aus dem Jahr 2008, es wurde von Karl-Walter Maurer geschaffen und gespendet. Im Außenbereich befindet sich seit 2009 ein Außenkreuz desselben Künstlers.

Einzelnachweise

  1. a b c Barbara Eichenlaub: Kirche überwiegend aus Holz gebaut. In: Die Rheinpfalz. 23. September 2021, abgerufen am 6. September 2025.
  2. Eintrag zur Orgel (Beschreibung Nr. 2072470). In: Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 24. September 2025.