Paul von Borcke

Paul Albert Leberecht von Borcke (* 30. Oktober 1840 in Grabow, Kreis Regenwalde; † 8. Januar 1893 in Rienow, Kreis Regenwalde) war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Parlamentarier.

Leben

Nach dem Abitur zu Ostern 1862 als Zögling des Alumnats des Königlichen Paedagogiums in Halle (Saale)[1] studierte Paul von Borcke an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1862 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.[2] 1872 wurde er Besitzer des Ritterguts Rienow.[3]

Nach einer erforderlich gewordenen Nachwahl war Borcke von 1890 bis zu seinem Tod 1893 für den Wahlkreis Stettin 5 (Naugard, Regenwalde) Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Er gehörte der Fraktion der Konservativen Partei an.

Am 28. Juni 1872 heiratete er in Stargard Agnes Georgine Hermine von Geibler (* 20. November 1853 in Stargard; † 13. August 1886 in Rienow), mit der er zwei Kinder hatte:

  • Steffen Ludwig Theodor Kurt (1878–1914) ⚭ 1903 Hildegard von Brauchitsch (* 1883)
  • Paula Auguste Luise Erika Martha (* 1883) ⚭ 1906 Egbert von der Osten († 1928)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Festschrift zur zweihundertjährigen Jubelfeier der Franckeschen Stiftungen und der Lateinischen Hauptschule am 30. Juni und 1. Juli 1898, Buchdruckerei des Waisenhauses, Halle a. S. 1898, S. 241, Ziffer 119.
  2. ↑ Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910, Hrsg. Karl Rügemer, Verlag der Academischen Monatshefte, Druck Carl Gerber München, Starnberg 1910, 120/603.
  3. ↑ Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern – Schilderung der Zustände dieser Lande in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Teil II: Landbuch des Herzogtums Stettin, von Kamin und Hinterpommern; oder des Verwaltungs-Bezirks der Königl. Regierung zu Stettin. Band 7: Der Kreis Regenwalde, und Nachrichten über die Ausbreitung der römisch-kathol. Kirche in Pommern. Berlin und Wriezen 1874, S. 833–834.