Pefurazoat

Strukturformel
Strukturformel
Grundstrukturformel (Stereozentrum ist mit einem * markiert)
Allgemeines
Name Pefurazoat
Andere Namen
  • Pent-4-enyl-N-furfuryl-N-imidazol-1-ylcarbonyl-DL-homoalaninat
  • Healthied
Summenformel C18H23N3O4
Kurzbeschreibung

bräunliche Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 101903-30-4 (Pefurazoate)
EG-Nummer (Listennummer) 600-245-9
ECHA-InfoCard 100.124.512
PubChem 93532
ChemSpider 84434
Wikidata Q18816387
Eigenschaften
Molare Masse 345,4 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Siedepunkt

zersetzt sich ab 235 °C[2]

Dampfdruck

0,65 mPa (23 °C)[2]

Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser: 0,443 g·l−1 (25 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Pefurazoat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Imidazole. Pefurazoat ist ein Fungizid, welches 1990 von Ube Industries und Hokko Chemical Industry auf den Markt gebracht wurde.[2]

Verwendung

Pefurazoat wird als Beizmittel im Reisanbau gegen Fusarium moliniforme (Bakanae), Cochliobolus miyabeanus und den Reisbrandpilz verwendet.[2]

Stereoisomerie

Pefurazoat ist ein 1:1-Gemisch (Racemat) aus den Enantiomeren mit (S)-(–)- und (R)-(+)-Konfiguration. Dabei soll das (S)-(–)-konfigurierte Isomer um einiges wirksamer sein als dessen Spiegelbildisomer mit (R)-(+)-Konfiguration.[2]

Pefurazoat
(2 Enantiomere)
(S)-Pefurazoat
(S)-Konfiguration
(R)-Pefurazoat
(R)-Konfiguration

Zulassung

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[4]

Literatur

  • Patent EP0248086: Imidazolabkömmlinge, Bakterizide, die diese enthalten und Herstellungsverfahren. Angemeldet am 12. Dezember 1985, veröffentlicht am 17. März 1993, Anmelder: Ube Industries, Ltd., Hokko Chemical Industry Co., Ltd, Erfinder: Yohjiro Hirota, Hisao Sugiura, Nobuyuki Kuroda, Takuo Wada, Kazuyuki Tsujimoto.‌

Einzelnachweise

  1. ↑ Crop Protection Handbook 2014. 100. Auflage. MeisterPro, Willoughby, Ohio 2014, S. 456.
  2. ↑ a b c d e f Wolfgang Krämer, Ulrich Schirmer, Peter Jeschke, Matthias Witschel: Modern Crop Protection Compounds: Herbicides, Band 1. Wiley-VCH, 2011, ISBN 978-3-527-32965-6, S. 1231 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Pefurazoate in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 27. März 2016.