Die Schenken von Nideggen waren zunächst als MundschenkenMinisteriale der Grafen und Herzöge von Jülich, von deren Stammburg in Nideggen sie ihren Namen herleiten.[1] Der erste bekannte Namensträger war Christianus pincerna de Nideke, der 1225–1275 genannt wird. Er erscheint unter den Rittern der Grafschaft Jülich und war 1260 Schultheiß des Hofs Froitzheim. Sein Sohn Ritter Wilhelmus dictus Wezstein Schenk zu Nidecken († vor 1292) erscheint urkundlich von 1260 bis 1287. 1279 verkaufte dieser alle seine Güter zu Leyen an der Mosel dem Domkapitel zu Köln. 1285 gab er Grund und Boden zum Neubau einer Kirche, da der Kölner ErzbischofSiegfried von Westerburg eine dem Kloster Steinfeld gehörende Kirche zu Mersburden bei Zülpich aufgrund zu großer Nähe zu Zülpich hatte niederreißen lassen. Wilhelm Schenk von Nideggen war mit einer Mechtild († 1271) verheiratet. Die Eheleute hatten mindesten vier Kinder:[2]
Ludolf pincerna de Nidecken (urkundlich 1279–1293; † vor 1304), 1293 Schultheiß des Hofs Froitzheim, ⚭ N. N. Die Eheleute hatten Kinder, deren Vormund 1304 ihr Onkel Christian Schenk von Nideggen war.
Christian pincerna de Nideggen, miles (urkundlich 1304)
Arnold Schenk von Nideggen (= Ritter Arnold von Kopes (Kumpesch) ⚭ Kunigunde) (urkundlich 1301)
Hermann Schenk von Nideggen (urkundlich 1279, da noch minderjährig)
Heinrich Schenk von Froizheim (urkundlich 1336), wurde von einem erzbischöflichen Gericht gefangengesetzt und schwörte 1336 der Stadt Köln Urfehde
Heinrich Schenk von Nideggen (Henricus de Froitzheim) (urkundlich 1336–1369), Knappe, erstgeborener Sohn, 1336 als Schenk des Herzogs von Jülich bestätigt; 1346 vom Kölner Erzbischof mit zwei Dritteln des Guts Afferden belehnt; Besitzer eines Hofs zu Distelrode, ⚭ N. N.
Heinrich Schenk von Nideggen (auch van Vloers) (1401 bereits †), Ritter, trug das Burghaus Afferden dem Grafen Adolf von Kleve als Offenhaus auf, ⚭ N. N.
Heinrich Schenk von Nideggen zu Afferden und Walbeck, verzichtete 1407 zusammen mit seinen Söhnen auf den Zehnten zu Schönau, ⚭ Aleid von Roide, Schwester des Ritters Goedert von Schönau. Eheleute stiftete eine Messe für den Swibertus-Altar in der Pfarrkirche von Walbeck.
Winand Schenk von Nideggen zu Afferden, 1407 Ritter, besaß Bleijenbeek als Mannlehen des Erzstifts Köln, ⚭ Aleid von Bellinghoven
Heinrich Schenk von Nideggen (urkundlich ab 1407; † 1452), Herr zu Afferden und Walbeck, ⚭ N. N.
Diederich Schenk von Nideggen zu Afferden und Walbeck, 1430 mit Afferden belehnt, ⚭ Aleid von Büren, Erbin zu Arcen an der Maas
Winand Schenk von Nideggen zu Arcen ⚭ Anna von der Donk
Aleid Schenk von Nideggen († 21. Dezember 1555) zu Arcen, Walbeck, Afferden, Bleijenbeek und Griebenvorst, ⚭ I. Rainer Bastard von Geldern (* ca. 1460, † 11. November 1522), unehelicher Sohn des Adolf von Egmond, Herzog von Geldern, und der Elisabeth von Haeften, 1499 Herr von Grunsfoort, 1502–22 Statthalter des Oberquartiers Geldern, 1507 geldernscher Rat, 1514 Drost der Veluwe und 1516 Herr von Wickrath; Aleid und Rainer wurden zu den Stammeltern der späteren Grafen von Geldern-Egmond;[5] ⚭ II. Diederich von der Lipp genannt Hoen
Johann Schenk von Nideggen, verstarb unverheirat
Rolman Schenk von Nideggen, verstarb unverheirat
Diederich Schenk von Nideggen († 1525) zu Bleijenbeek, Afferden und Walbeck, angeblich ⚭ 1525 Aleid Küsters, seine nicht standesgemäße Konkubine
Dietrich Schenk von Nideggen, Bastard, ⚭ Maria von Galen
Dietrich Schenk von Nideggen ⚭ N. N. von Berlaer
Martin Schenk von Nideggen († 1589)Unterschrift des Martin Schenk von NideggenMartin Schenk von Nideggen († 1589), besaß zu Goch ein Haus, in der Waal bei Nimwegen ertrunken, ⚭ Maria, Tochter des Derick von Geldern, Herrn zu Arssen, und der Friederike von Rechteren zu Voorst (sie ⚭ II. Sander Tellich (Telgte))
Friederike Schenk von Nideggen († jung)
Peter Schenk von Nideggen ⚭ N. N. von Momm, Witwe des Johann von Scherpenseel, Tochter des Ernst Momm und der Gerberich von Bentinck
Johann Schenk von Nideggen zu Walbeck (urkundlich 1475–1489, † 1491), Ritter, Drost zu Middelar, hatte Schloss Middelar als Pfand inne, ⚭ Irmgard von Leyenbroch zu Schönau
Nachkommen der Linie zu Hillenraad und Bleijenbeek
Agnes Schenk von Nideggen ⚭ I. Ritter Goedert Rommellyn, ⚭ II. Costantin von Liskirchen, Knappe 1364
Linie zu Hillenraad und Bleijenbeek
Für die weiteren Nachkommen der Linie zu Hillenraad und Bleijenbeek stellt sich die Stammfolge wie folgt dar:[6]
Johann Schenk von Nideggen zu Walbeck (urkundlich 1475–1489, † 1491), Ritter, Drost zu Middelar, hatte Schloss Middelar als Pfand inne, ⚭ Irmgard von Leyenbroch zu Schönau
Otto Schenk von Nideggen († 1518) zu Walbeck, Drost zu Wachtendonk, 1517 Ritter, erhielt 1517 Herrschaft, Burg und Land von Wachtendonk von HerzogKarl von Egmond verpfändet, ⚭ Adelheid von Goer, Tochter des Alard von Goer und der Bela von Kessel
Heinrich Schenk von Nideggen († vor Oktober 1547) zu Walbeck, Drost zu Wachtendonk, ⚭ I. Agnes von Brempt, Tochter des Johann von Brempt und der Gybel von Baerl; ⚭ II. Anna (Elsken) von Vittinghof genannt Schell († 1526), Tochter des Robert von Vittinghoff-Schell und der Margretha von der Recke
aus I.: Irmgard Schenk von Nideggen zu Walbeck und Brembt ⚭ Adrian von Bylandt-Rheidt
aus I.: Otto Schenk von Nidegggen († 1600) zu Vorst und Horst, wurde nach dem Tod seines Schwiegervaters Plettenberg 1572 mit Hilden und Haan belehnt, ⚭ I. Agnes Quadt von Wickrath, Erbin zu Horst; ⚭ II. Anna von Plettenberg († 1602)
Nachkommen der Linie zu Horst, Hilden und Haan
aus II.: Agnes Schenk von Nideggen († 1602) ⚭ Johann von Ketteler († 1586) zu Nesselrode
aus II.: Johann Schenk von Nideggen
Elisabeth Schenk von Nideggen († 1551) ⚭ I. Otto von Bylandt († 1521); ⚭ II. Jakob von Domburg, Ritter, Statthalter des Oberquartiers von Geldern
Arnold Schenk von Nideggen († 1526), bekam Burg Hillenraad als geldrisches Lehen, Drost zu Middelaer, ⚭ 1486 Isabelle von Oest († 1502) zu Hillenraad, Tochter vn Derick von Oest und Aleid von Tüschenbroich genannt Eggenrade
Christoph Schenk von Nideggen zu Hillenraad († 1543), 1528 mit Hillenraad belehnt, ⚭ 1528 Anna von Vlodorp († 1572), Tochter des Gerhard von Vlodorp, Erbvogt von Roermond, und der Elise von Stammheim
Arnold Schenk von Nideggen zu Hillenraad, 1556 mit Hillenraad belehnt, ⚭ Maria Elisabeth Huyn von Amstenrath
Christoph Schenk von Nideggen († 1624) zu Hillenraad ⚭ Aleid von der Lippe genannt Hoen, Erbin zu Bleijenbeek, Afferden, Gribbenvorst, Betgenhausen und Pfandschaften in der Grafschaft Hoorn, Tochter des Caspar von der Lippe genannt Hoen und der Gertrud von Bylandt
Arnold Dietrich Schenk von Nideggen († 1653) zu Hillenraad, Bleijenbeek etc. ⚭ Maria von Oyenbrügge-Duras zu Duras, Tochter des Wilhelm von Oyenbrügge-Duras zu Duras und der Anna von Corswarem
Christoff Schenk von Nideggen († 1680) zu Hillenraad etc. ⚭ Agnes Philippotte von Oyenbrügge
Arnold Schenk von Nideggen († 1709) zu Hillenraad, Bleijenbeek, Schwalmen, Afferden, Asselt, Betgenhausen und Gribbenvorst, wurde am 21. Dezember 1695 von Kaiser Karl IV. zum Marquis ernannt, vermachte sein Vermögen und seine Güter seiner zweiten Ehefrau; ⚭ I. Maria Emerentia Dausque, geschieden durch den Papst; ⚭ II. 1694 Maria Catharina Gräfin von Hoensbroech († 1736)
Christoff Arnold Adrian Schenk von Nideggen (1696–1703)
Heinrich Schenk von Nideggen, Deutsch-Orden-Ritter, Komtur von Ramersdorf, Beckefort und Bernsheim, Administrator der Landkomturei Altenbiesen
Angelina Schenk von Nideggen, Ursulinerin zu Roermond
Gertrud Schenk von Nideggen († 1679) ⚭ Claude de Culz zu Magny
Margaretha Isabella Schenk von Nideggen (* 1628), ⚭ I. Nikolaus Baron de Tour, ⚭ II. Johann Daniel von Geloes zu Dilborn und Elmpt
Arnold Schenk von Nideggen
Caspar Schenk von Nideggen († 1688) zu Brempt, Deutsch-Orden-Ritter, Komtur zu Uerdingen und Sierstorff
Godfried Schenk von Nideggen
Anna Maria Schenk von Nideggen ⚭ Johann Wilhelm Freiherr von Cortenbach
Anna Schenk von Nideggen (* 1624), geistlich zu Neukloster
Helene Isabella Schenk von Nideggen (* 1625)
Otto Wilhelm Schenk von Nideggen († 1676), Kanoniker, resignierte, ⚭ 1660 Magdalena von Bentinck
Dietrich Schenk von Nideggen († 1661) ⚭ 1659 Anna Margaretha von Nassau, Tochter des Philipp von Nassau (Sohn eines natürlichen Sohnes Justinus des Grafen Wilhelm von Nassau) und der Anna Maria Margaretha von Cortenbach zu Cortenbach
N. N. (Sohn) († jung)
Maria Elisabeth Clara Schenk von Nideggen († 1679), kinderlos, ⚭ Ferdinand Freiherr von Hoevelich zu Lauvenburg
Henrich Schenk von Nideggen († 1664), Komtur des Deutschen Ordens zu Grontrey und Bernsheim
Anna Barbara Schenk von Nideggen († 1665) ⚭ Ernst Goswin von Bodelschwingh
Johann Christoph Schenk von Nideggen, geistlich
Caspar Schenk von Nideggen († jung)
Gerhard Schenk von Nidggen († jung)
Caspar Schenk von Nideggen († jung), 1631 bei Leipzig
Johann Schenk von Nideggen, in seiner Jugend in fremden Kriegsdiensten
Maria Aleid Schenk von Nideggen († 1530) ⚭ Hermann von Wachtendonk
Johann Schenk von Nideggen zu Ophemere, Drost zu Middelaer, ⚭ I. Johanna von Werdenburg, ⚭ II. Isabella von Pieck
aus II.: Arnold Schenk von Nideggen, turnierte 1585 auf der jülichschen Hochzeit
Liffardis Schenk von Nideggen († 1484) ⚭ Christoph von Wylich († 1521), Drost zu Gennep
Ein mutmaßliches Mitglied dieser Linie, Theodoor Schenk van Nijdeggen, Sohn eines Martin Schenk van Nijdeggen, möglicherweise ein Bastard des Martin Schenk von Nideggen († 1589), war der Stammvater eines Zweigs, der mit Hendrich Franz Joseph van Schenk van Nijdeggen 1814 unter der Nr. 101 in den niederländischen Adel und 1825 unter der Nr. 122 in die Ritterschaft von Friesland aufgenommen wurde. Der Zweig starb mit demselben Hendrich Franz Joseph van Schenk van Nijdeggen bereits 1827 aus:[7]
Martin Schenk van Nijdeggen, möglicherweise Bastard von Martin Schenk von Nideggen († 1589), ⚭ Elisabeth
Theodoor Schenk van Nijdeggen (1607–1659), Beamter in Lottum, stellvertretender Amtmann von Kessel und Stadtrat von Venlo, ⚭ 1631 Anna Maria von Hückelhoven, Tochter von Arnold von Hückelhoven und Elisabeth von Reydt
Martin Schenk van Nijdeggen (1633–1704), stellvertretender Amtmann von Kessel, ⚭ 1661 Maria Margaretha von Bronkhorst
Henrich Ignatius Schenk van Nijdeggen (1672–1747), Herr von Oyen und Broekhuysenvorst, Beamter in Lottum und Amtmann von Kessel, ⚭ 1708 Mechtild Cnop
Anton Franz Jakob Schenk van Nijdeggen (1716–1776), Leutnant, ⚭ 1757 Johann Christina Elisabeth van Ravestein, Tochter von Willem van Ravestein und Agnes von Schwanenborg
Hendrich Franz Joseph van Schenk van Nijdeggen (1758–1827), Grietmann, Mitglied der Vergadering van notabelen 1814, Mitglied der Ritterschaft und Provinzialrat von Friesland, ⚭ 1789 Tinconia Martha Andringa Lycklama à Nyeholt (1763–1819), Tochter von Augustinus und Susanna thoe Schwartzenberg en Hohenlansberg
Linie zu Horst, Hilden und Haan
Für die weiteren Nachkommen der Linie zu Horst, Hilden und Haan stellt sich die Stammfolge wie folgt dar:[8]
Otto Schenk von Nidegggen († 1600) zu Vorst und Horst, wurde nach dem Tod seines Schwiegervaters Plettenberg 1572 mit Hilden und Haan belehnt, ⚭ I. Agnes Quadt von Wickrath, Erbin zu Horst; ⚭ II. Anna von Plettenberg († 1602)
aus I.: Heinrich Schenk von Nideggen († 1588)
aus I.: Otto Schenk von Nideggen († 1587 in Frankreich)
aus I.: Agnes Schenk von Nideggen zu Vorst ⚭ Werner von Galen zu Muchhausen 1577
aus I.: Angela Schenk von Nideggen († unverheiratet), 1589
aus I.: Elisabeth Schenk von Nideggen, 1641 Testament, ⚭ I. Friedrich von Calcum genannt Leuchtmar, ⚭ II. N. N. von Lontzen genannt Roben zu Seinsfeld
aus II.: Johann Heinrich Schenk von Nideggen zu Horst, 1615 mit Hilden und Haan belehnt, ⚭ Wilhelma Quadt von Wickrath († 1648)
Anna Maria Schenk von Nideggen († unverheiratet)
Sophie Judith Schenk von Nideggen ⚭ Salentin von Ketzgen, kinderlos
Otto Wilhelm Schenk von Nideggen († 1679)
N. N. (Tochter) ⚭ N. N. von Schönebeck zu Tüschenbroich
N. N. (Tochter) († 1662)
N. N. (Tochter) († 1664)
aus II.: Roland Schenk von Nideggen ⚭ I. Eva von Heyer (unebenbürtig); ⚭ II. 1629 Agnes Regina von Eltz († 1663), kinderlos
aus I.: Anna Maria Schenk von Nideggen
aus I.: Hans Heinrich Schenk von Nideggen († 1690/1), 1635 mit Heyer belehnt, zuerst in kaiserlichen, später in spanischen Diensten, ⚭ I. 1641 Anna Margaretha von Enschringen; ⚭ II. Anna Gertrud Laudolf von Bitburg († 1693)
aus I.: Friedrich Anton Schenk von Nideggen (1693 bereits †), kurkölnischer Oberstwachtmeister, 1689 mit Hilden und Haan belehnt, ⚭ Ida Venlos, Tochter eines Ochsenhändlers aus Rheinberg
Heinrich Diedrich Schenk von Nideggen ⚭ Anna Elisabeth von der Brüggen (* 1694), Tochter des Thomas von der Brüggen zu Hasenacker und der Ida Mechtild von Ripperda
Anna Franziska Schenk von Nideggen ⚭ 1734 Johann Anton Freiherr von Weyenhorst zu Donck
Christian Wilhelm Schenk von Nideggen († unverheiratet)
Felix Theodor Schenk von Nideggen, 1728 mit Hilden und Haan belehnt, ⚭ Maria Clara von Wenz zu Niederlahnstein
N. N. (Sohn)
N. N. (Tochter)
Adelheid (Maria Sophia?) Schenk von Nideggen ⚭ I. Conrad Daniel Berlenbach; ⚭ II. 1708 Johann Bongard, Arzt aus Hilden
Sophia Clara Margaretha Schenk von Nideggen ⚭ N. N. du Boy, Maler
aus II.: Johann Wilhelm Ludwig Schenk von Nideggen, 1689 in französischen Diensten, 1694 Freiherr genannt, mit Haus Heyer belehnt, ⚭ N. N.
Regine Elisabeth Schenk von Nideggen († 1716), geistlich zu St. Thomas a.d.Kyll
weitere Kinder
aus II.: Johann Philippe Dietrich Schenk von Nideggen, geistlich in Springiersbach 1693
Linie im Baltikum
Im 16. Jahrhundert kam eine Familienlinie auch in das Baltikum. Dietrich Schenk von Nideggen, Sohn von Walter Schenk von Nideggen und Anna Wrangel, Erbherr auf Born in Kurland, war Hofmarschall und Rat des Herzogs Gotthard Kettler. Aus seiner Ehe mit Margarethe von Wessel stammte eine Tochter Anna Schenk von Nideggen, die 1587 Christopher von Bistram, Hofmarschall des Herzogs Gotthard, Erbherr auf Waddaxt, heiratete und ihm Born in die Ehe mitbrachte. Ob auch der 1605 im Dünaburgischen besitzhabende Schenk und der Hauskomtur zu Wittgenstein 1521–1533, Diederik Schencke, zu den Schenk von Nideggen gehörten, ist unbekannt.[9]
Standeserhöhungen
Arnold Schenk von Nideggen († 1709) zu Hillenraad, Bleijenbeck, Schwalmen, Afferden, Asselt, Betgenhausen und Gribbenvorst, wurde am 21. Dezember 1695 von Kaiser Karl IV. zum Marquis ernannt. Am 12. Januar 1707 wurde Anton Adolph von Schenck vom Kaiser der spanische Freiherrenstand für das Reich und die Erblande mit dem Prädikat „von Niedeggen“ bestätigt.[10]
1271, wie auch 1420, 1487 und 1560 wurde der Löwe ohne Krone dargestellt, 1271 zudem von einer Schrägleiste überdeckt.[12]
Blasonierung des Wappens der Schenk von Nideggen im Baltikum
In Blau ein goldener Löwe. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken der Löwe wachsend.[9]
Blasonierung des vermehrten Wappens der Linie zu Hillenraad
Geviert. Felder 1 und 4 das Stammwappen der Schenk von Nideggen, Felder 2 und 3 in Rot ein goldener Schrägbalken, oben und unten von mehreren (drei, vier oder mehr) rautenförmigen goldenen Schindeln begleitet (= Stammwappen derer von Oest[13]). Auf dem gekrönten Helm mit rechts rot-goldenen und links schwarz-goldenen Decken der Löwe wachsend.
Wie das Allianzwappen von Arnold von Blanckart und Isabelle Schenk von Nideggen an Burg Odenhausen von 1560 beweist, vermehrte die Schenk von Nideggen-Linie zu Hillenraad nach Arnold Schenk von Nideggens 1486 vollzogener Heirat mit Isabella von Oest zu Hillenraad ihr Wappen mit dem Wappen derer von Oest.
Blasonierung des Wappens der niederländischen Van Schenk van Nijdeggen (1814/1825)
In Schwarz ein goldener Löwe. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit schwarz-goldenen Decken der goldene Löwe zwischen einem offenen schwarzen Flug.
Literatur
Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Heberle, Köln 1848, S. 384 (hhu.de); Band 2, Köln 1853, S. 128 (hhu.de).
Otto Titan von Hefner: Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, herausgegeben von einigen deutschen Edelleuten. Band 3, Georg Joseph Manz, Regensburg 1865, S. 309–310 (Google Bücher).
↑Heribert M. Schleicher: Ernst von Oidtman und seine genealogisch-heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Band 11 (Mappe 832–915; Mockel–Palmer) (= Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Nr. 80), Köln 1996, S. 418 f.