Sedaxan

Strukturformel
Strukturformel von Sedaxan
Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name Sedaxan
Summenformel C18H19F2N3O
Kurzbeschreibung

weißes, geruchloses Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 874967-67-6
EG-Nummer (Listennummer) 688-331-2
ECHA-InfoCard 100.214.982
PubChem 11688533
Wikidata Q17592209
Eigenschaften
Molare Masse 331,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,23 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

121,4 °C[1]

Siedepunkt

zersetzt sich ab 270 °C[1]

Löslichkeit
  • sehr schwer in Wasser (0,67 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • leicht in Aceton (410 g·l−1) und Dichlormethan (500 g·l−1 bei 25 °C)[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 351​‐​410
P: 273​‐​501[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Sedaxan ist ein Isomerengemisch mehrerer chemischer Verbindungen aus der Gruppe der Pyrazol-4-carbonsäureamide. Es besitzt praktische Bedeutung als Pflanzenschutzmittelwirkstoff.

Verwendung

Sedaxan wurde von Syngenta als Fungizid entwickelt. Sedaxan ist breit wirksam (u. a. gegen Schneeschimmel, Rhizoctonia spp., Flugbrand, Stängelbrand, Steinbrand, Braunfleckigkeit)[5] und gehört zu den SDH-Hemmern.[1]

Zulassung

Sedaxan ist in der europäischen Union als Wirkstoff zugelassen.[6] Bisher ist Sedaxan in Deutschland und Österreich, aber noch nicht in der Schweiz zugelassen.[7]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e f g fao.org: Sedaxane, abgerufen am 20. November 2022.
  2. ↑ Eintrag zu Sedaxan in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 20. November 2022. (JavaScript erforderlich)
  3. ↑ Eintrag zu N-(2-{[1,1'-bi(cyclopropane)]-2-yl}phenyl)-3-(difluoromethyl)-1-methyl-1H-pyrazole-4-carboxamide in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 15. April 2023. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. ↑ Datenblatt Sedaxane, mixture of isomers bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 20. November 2022 (PDF).
  5. ↑ Vortrag „Wurzelgesundheit - Die neue Dimension im Saatschutz“, S. 8–11 7. Juni 2013.
  6. ↑ Durchführungsverordnung (EU) Nr. 826/2013 der Kommission vom 29. August 2013 zur Genehmigung des Wirkstoffs Sedaxan (PDF).
  7. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Sedaxane in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Sedaxan“ im Feld „Wirkstoff“) und Deutschlands, abgerufen am 6. Dezember 2019.