Succinaldehyd

Strukturformel
Strukturformel von Succinaldehyd
Allgemeines
Name Succinaldehyd
Andere Namen
  • 1,4-Butandial
  • Butan-1,4-dial
  • Succindialdehyd
Summenformel C4H6O2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit stechendem, leicht süßlichem Geruch[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 638-37-9
EG-Nummer 211-333-8
ECHA-InfoCard 100.010.304
PubChem 12524
Wikidata Q4864618
Eigenschaften
Molare Masse 86,09 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,07 g·cm−3 (18 °C)[1]

Siedepunkt

169–170 °C[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4262 (18 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Succinaldehyd ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Aldehyde.

Gewinnung und Darstellung

Succinaldehyd kann durch Reaktion von Distickstofftrioxid mit seinem Dioxim gewonnen werden.[4] Es kann auch durch Ozonolyse von 1,5-Hexadien gewonnen werden.[5]

Eigenschaften

Succinaldehyd ist eine farblose Flüssigkeit mit stechendem, leicht süßlichem Geruch, die leicht löslich in Wasser ist. Sie neigt zur Polymerisation, besonders durch Wärme.[1] Es reagiert wie ein typisches Dialdehyd und bildet mit Phosphorpentoxid, Ammoniak und Phosphorpentasulfid das zugehörige Furan, Pyrrol und Thiophen.[5]

Verwendung

Succinaldehyd wurde als Entwicklersubstanz in der analogen Fotografie verwendet.[1] Es wirkt als Biozid und ist in Desinfektionsmitteln enthalten.[6][7]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e f g Werner Baumann: Fotochemikalien: Daten und Fakten zum Umweltschutz. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-78519-1, S. 207 (books.google.de).
  2. ↑ PI Chemicals: MSDS Succinaldehyde
  3. ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. ↑ Dihydric Alcohols, Their Oxidation Products and Derivatives: A Modern Comprehensive Treatise. Elsevier, 2016, ISBN 978-1-4832-2131-1, S. 62 (books.google.de).
  5. ↑ a b Amit Arora: Aliphatic Organic Chemistry. Discovery Publishing House, 2006, ISBN 978-81-8356-188-4, S. 189 (books.google.de).
  6. ↑ Directory of Microbicides for the Protection of Materials: A Handbook. Springer Science & Business Media, 2005, ISBN 978-1-4020-2817-5 (books.google.de).
  7. ↑ Schülke & Mayr: Sicherheitsdatenblatt Gigasept FF (Memento vom 14. März 2017 im Internet Archive)