Tamy Glauser

Tamy Glauser (* 2. Januar 1985 in Paris) ist ein Schweizer Model, das für seinen androgynen Look bekannt ist.[1]

Leben

Glausers Mutter, eine Halbnigerianierin, arbeitete als Mannequin in Paris und in den Vereinigten Staaten. Glauser wuchs bei den Pflegeeltern Charlotte und Heinz Winzenried in Stettlen bei Bern auf.[2] Den Schweizer Vater lernte Glauser erst mit 17 Jahren kennen. Der Grossvater väterlicherseits ist der Historiker und SVP-Politiker Walther Hofer.[3]

Mit 21 Jahren ging Glauser nach New York und studierte vier Semester Soziologie. Mit 27 Jahren brach Glauser das Studium ab und begann, als Model zu arbeiten.[4] Glauser arbeitet sowohl als weibliches wie auch als männliches Model.[5] 2021 outete sich Glauser als nicht-binär und gab an, für sich keine geschlechtsspezifischen Pronomen verwenden zu wollen.[6][7] Seit 2012 hat Glauser unter anderem für Westwood, Gaultier und Givenchy[8] gearbeitet. Glauser tritt für die gleichgeschlechtliche Ehe ein.[9] Im November 2018 erschien Glausers Autobiografie in Buchform.[10]

Im Jahre 2019 wurde Tamy Glauser für die Wahl in den Nationalrat durch die Grüne Partei nominiert, zog jedoch die Kandidatur noch vor Beginn der Wahlen zurück.[11][12]

Tamy Glauser wohnt seit 2020 in Winterthur.[13]

Autobiografie

  • mit Simone Kosog: Tamy. Das, was ich bin, kannte ich nicht. Werd & Weber, Thun 2018, ISBN 978-3-85932-938-6.

Einzelnachweise

  1. ↑ Kate Lawson: Gender Codebreaker: Tamy Glauser. In: Inbedwith Magazine. 1. September 2015, abgerufen am 24. Mai 2019 (englisch).
  2. ↑ Onur Ogul: Trauriges Geständnis: Tamy Glauser war kein Wunschkind. In: Schweizer Illustrierte. 16. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2019.
  3. ↑ Onur Ogul: Tamy Glausers leibliche Mama: «Im Herzen waren wir immer nah». In: Schweizer Illustrierte. 23. Oktober 2018, abgerufen am 13. Dezember 2018.
  4. ↑ Birgit Schmid: Das Geschlecht ist elastisch. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. Januar 2017, abgerufen am 24. Mai 2019.
  5. ↑ Tamy Glauser, le caméléon des podiums. In: L’Express. 24. Juni 2013, abgerufen am 24. Mai 2019 (französisch).
    Tamy Glauser, beauté androgyne, mannequin homme et femme. In: Libération. 24. Juni 2013, abgerufen am 24. Mai 2019 (französisch).
  6. ↑ Tamy Glauser will für sich keine geschlechtsspezifischen Pronomen mehr. 26. Februar 2021, abgerufen am 5. September 2022.
  7. ↑ Tamy Glauser fühlt sich weder als Mann noch ganz als Frau. Abgerufen am 5. September 2022.
  8. ↑ Trinidad Barleycorn: Une Suissesse en mode homme. In: Le Matin. 8. Februar 2013, abgerufen am 24. Mai 2019 (französisch).
    Tamy Glauser: Just One of the Guys. In: style.com. 18. Januar 2013, archiviert vom Original am 2. August 2013; abgerufen am 24. Mai 2019 (englisch).
  9. ↑ Onur Ogul: Diskussion um Homo-Ehe: Tamynique bringen Fahrt in die «Arena». In: Schweizer Illustrierte. 18. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2019.
  10. ↑ Sonntagsgast – Tamy Glauser: «In Bern hätte ich mich nie geoutet». In: SRF Online. 18. November 2018, abgerufen am 24. Mai 2019.
  11. ↑ Benedikt Theiler: Grüne nominieren Tamy Glauser für Nationalrat. In: nau.ch. 21. Mai 2019, abgerufen am 24. Mai 2019.
  12. ↑ Tamy Glauser zieht Kandidatur zurück. In: 20min.ch. 31. Juli 2019, abgerufen am 31. Juli 2019.
  13. ↑ Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser haben sich getrennt. In: Tages-Anzeiger, 3. November 2020.