Zusammen mit seinen beiden Brüdern wuchs Ueli Kestenholz als Sohn einer Turnlehrerin und eines Turnlehrers am Thunersee auf. Nebst Skifahren war er in anderen Brettsportarten wie Skateboarding und Windsurfen aktiv. 1989 begann er mit Snowboarden. Kestenholz war verheiratet und hatte zwei Söhne.[1] Er starb am 11. Januar 2026 nach einem Lawinenunglück im Lötschental im Spital Sitten im Alter von 50 Jahren.[1][2]
Karriere
Im Winter 1992/93 machte er bei regionalen Wettkämpfen in den Disziplinen Freestyle und Alpin mit. Bereits Ende dieser ersten Saison wurde er mit seinem Freestyleboard Overall-Junioren-Schweizer-Meister. In der Folge wurde Kestenholz ins Hooger-Booger-Team aufgenommen und erhielt dort sein erstes Alpinboard. Damit wurde er 1994 Vize-Schweizer-Meister und gründete mit einigen befreundeten Fahrern das Swiss-Snowboard-Team, um fortan im ISF-Weltcup mitzumachen.
Bei der ISF-Snowboard-Weltmeisterschaft 1995 in Davos gewann er die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano holte er im Riesenslalom Bronze. Ausserdem gewann er bei den X-Games 2003 und 2004 jeweils Gold im Snowboardcross. Er konnte in seiner Karriere insgesamt 14 Weltcupsiege holen.
Nach seinen dritten Olympischen Spielen 2006 in Turin entschied er, sich fortan aufs Freeriden und auf Film- und Fotoprojekte zu konzentrieren. Zusammen mit dem 2008 verstorbenen Mathias Roten startete er 2007 das Filmprojekt Playgravity.[3]