Unterebersbach

Peterskirche in Unterebersbach
Maria-Schnee-Kirche in Unterebersbach

Unterebersbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Niederlauer im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern.[1] Der Gemeindeteil hatte im Dezember 2012 422 Einwohner.[2]

Geographie

Das Pfarrdorf liegt an der Fränkischen Saale und an der Straße von Bad Neustadt an der Saale nach Steinach. Durch Unterebersbach führt der Fränkische Marienweg.

Geschichte

  • 1230 erste urkundliche Erwähnung von Unterebersbach in einem Vertrag zwischen dem Bischof von Würzburg und Graf Boppo von Henneberg[3]
  • 1. Januar 1978 Eingemeindung von Unterebersbach in die Gemeinde Niederlauer[4]
  • 2006–2007 Verbreiterung der Palmsbergstraße von der Maria-Schnee-Kirche bis zum Sägewerk. Dabei wurde auch das Wehr der Fränkischen Saale umgebaut und die Häuser an die Kanalisation angeschlossen.

Baudenkmäler

  • Peterskirche: alte fränkische Wehrkirche am westlichen Ortsausgang, die wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von den Herren von Rothenkolben erbaut wurde. Am Eingang steht die Jahreszahl 1498, die nach einem Umbau angebracht wurde[5]. Um die Kirche herum ist der Friedhof von Unterebersbach angelegt.
  • Maria-Schnee-Kirche: Marien- und Wallfahrtskirche am östlichen Ortsausgang mit Kreuzweg an der Kirche.

Literatur

  • Pfarrbuch von Ober- und Unterebersbach, Michael Josef Hoh
  • Pfarrei Ebersbach im Landkapitel Neustadt an der Saale, Dr. R. Reiniger
  • Wehrkirchen und Kirchburgen in Franken, Karl Kolb
  • Steinkreuze und Kreuzsteine im Landkreis Rhön-Grabfeld, Gerhard Schätzlein
  • Die Kunstdenkmäler im Bezirksamt Neustadt an der Saale
  • Chronik Unter- und Oberebersbach (2012), Reinhold Albert, Herausgeber Gemeinde Niederlauer

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemeinde Niederlauer, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 29. Dezember 2024.
  2. ↑ Zahlen Daten und Fakten aus Niederlauer. Gemeinde Niederlauer, 3. Januar 2013, abgerufen am 27. Februar 2025.
  3. ↑ Zwei Rhöndörfer. Geschichte von Unterebersbach und Oberebersbach, Josef Hoh, 1946, Seite 4
  4. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 741 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. ↑ Peterskirche. Ein kleiner Führer durch die Geschichte der Peterskirche. Gemeinde Unterebersbach, 1992

Koordinaten: 50° 18′ N, 10° 8′ O