Die Boundary Commission for Scotland schuf den Wahlkreis im Hinblick auf die Unterhauswahl 1983. Er entstand aus dem aufgelösten Wahlkreis Berwick and East Lothian sowie aus den weiterhin bestehenden Wahlkreisen Edinburgh East und Midlothian. 1997, 2005 und 2024 kam es im Rahmen periodischer Überprüfungen zu Veränderungen des Grenzverlaufs.
seit 2024: die East Lothian Council Area mit Ausnahme des größten Teils des Wards Musselburgh[5]
Nach seiner Erschaffung entsandte der Wahlkreis drei Jahrzehnte lang ausschließlich Abgeordnete der Labour Party – zunächst John Home Robertson, danach Anne Moffat. Im November 2008 stimmte die lokale Parteisektion einem Misstrauensantrag gegen Moffat zu. Gründe dafür waren Moffats übermäßig hohe Reisespesen und Streitigkeiten mit ihrem Wahlkreispersonal.[6] Nachdem die lokale Sektion im Januar 2010 beschloss, Moffat nicht mehr als Kandidatin aufzustellen, wies das Nationale Exekutivkomitee der Labour Party ihre Beschwerde zwei Monate später zurück und bestätigte somit die Entscheidung.[7] Bei der Unterhauswahl 2010 setzte sich die neue Labour-Kandidatin Fiona O’Donnell durch.
2017 unterlag O’Donnell dem Kandidaten der Scottish National Party (SNP), George Kerevan. Dieser blieb nur zwei Jahre im Amt und wurde 2019 durch den Labour-Kandidaten Martin Whitfield abgelöst. Doch auch Whitfield konnte den Wahlkreis nur für eine Legislaturperiode vertreten, denn 2019 setzte sich Kenny MacAskill von der SNP durch. Ebenso wie sein Parteikollege Neale Hanvey, der Abgeordnete von Kirkcaldy and Cowdenbeath, lief MacAskill 2021 zur neu gegründeten Alba Party des früheren SNP-Vorsitzenden Alex Salmond über.[8] Er trat 2024 nicht mehr an und wurde durch Douglas Alexander von der Co-operative Party abgelöst.
↑Final Recommendations and analysis. (PDF, 105 MB) In: 2023 Review of UK Parliament Constituency Boundaries in Scotland. Boundary Commission for Scotland, 2023, S. 14–15, abgerufen am 22. Dezember 2025 (englisch).