Walter Ochensberger

Walter Ochensberger (geboren 1941) ist ein österreichischer Neonazi und Holocaustleugner.

Ochsenberger ist seit Mitte der 1970er-Jahre in diversen nationalistischen Gruppierungen tätig und publizierte verschiedene Zeitschriften, darunter Sieg, Phoenix und Top Secret.[1] 1980 brachte Ochsenberger zusammen mit Gleichgesinnten ein Handbuch für militante Rechtsextremisten heraus. Im Buch werden die Zellenbildung, die Beschaffung und Einlagerung von Waffen sowie die illegale Herstellung von Nazi-Schriften bis hin zur Kampfführung erklärt.[2]

1991 wurde Ochsenberger zum ersten Mal wegen NS-Wiederbetätigung zu einer Haftstrafe verurteilt. Er floh nach Spanien, wurde aber 1994 nach Österreich ausgeliefert.[3] Am 18. Januar 2002 wurde er wegen Leugnung des Holocausts zu einem Strafausmaß von zwei Jahren (16 Monate davon auf drei Jahre bedingt) verurteilt.[4] Das Landgericht Feldkirch verurteilte Ochsenberger 2020 wegen „nationalsozialistischer Wiederbetätigung“ in der zweimonatlich herausgegebenen Zeitschrift Phoenix zu einer Geldstrafe von 5.040 Euro und zwölf Monaten Haft.[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Franz Valandro: Rechtsextremismus in Vorarlberg nach 1945. 2002/2007
  2. ↑ a b Notorischer Holocaust-Leugner zu 5040 Euro Geldstrafe verurteilt. TRT Deutsch, 13. Oktober 2020
  3. ↑ Walter Ochensberger erneut wegen Holokaustleugnung(sic) verurteilt. 2. Februar 2002
  4. ↑ Walter Ochensberger neuerlich verurteilt. Haftstrafe wegen Leugnung des Holocausts. Der Standard, 18. Jänner 2002