Evangelische Kirche Alberode
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Die Evangelische Kirche Alberode ist ein denkmalgeschützter Fachwerksaalbau im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Alberode, das erstmals im Jahr 1276 als „Alvolderode“ urkundlich erwähnt wurde, liegt nördlich des Kombergs im südlichen Meißnervorland. Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurde das Dorf am 31. Dezember 1971 mit anderen Dörfern zur neu gebildeten Gemeinde Meißner zusammengeschlossen, dessen kleinster Ortsteil Alberode seitdem ist.[1]
Die Kirchengemeinde Alberode bildet mit Abterode, Germerode und Vockerode das Kirchspiel Berkatal-Meißner 1 und mit den Kirchengemeinden des Kirchspiels Berkatal-Meißner 2 Frankershausen, Frankenhain, Hitzerode, Wellingerode und Wolfterode das Großkirchspiel Berkatal-Meißner. Die beiden Kirchspiele gehören zum Kirchenkreis Werra-Meißner, innerhalb der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Sprengel Kassel.[2]
Kirchengebäude
Die Kirche wurde im Jahr 1823 nach den Plänen Johann Friedrich Mattheis erstellt. Matthei (* 1790 in Rodenberg; † 1874 in Witzenhausen), der nach der kurhessischen Verwaltungsreform Landbaumeister für die Kreise Eschwege und Witzenhausen wurde, war zuständig für öffentliche Bauten, für die er Entwürfe zeichnete, die Ausführung beaufsichtigte und kontrollierte. Für Alberode wählte Matthei eine würfelförmige Bauform, die von einem Walmdach bedeckt wird, dem in der Mitte ein Dachreiter aufsitzt. Die Wetterfahne trägt die Zahl 1823, das Jahr der Weihe der Kirche. Die westliche und östliche Wand des blockhaften Kirchenschiffs wurde mit hohen vielsprossigen Fenstern versehen, die dem Hauptraum und den Emporen viel Licht spenden. In der zweigeschossigen Anordnung besitzen die oberen Fenster einen Rundbogen, die unteren werden geradlinig geschlossen. Bei einer Renovierung im Jahr 1964 ist die Fachwerkkirche, die der Witterung stark ausgesetzt war, komplett mit Holzschindeln verkleidet worden. Diese sind dann in den 2000er Jahren durch langlebigere aus Schiefer ersetzt worden.[3][4]
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Kircheninneres
Der Innenraum der Kirche besteht aus einem einfachen Saal, dessen helle Pastellfarben im Kontrast zu den dunklen Schieferschindeln der Außenfassade stehen. Die erhaltene Ausstattung mit der Kanzel über dem Altar wird in die Erbauungszeit datiert. Auf der dreiseitig umlaufenden Empore mit kassettierter Brüstung steht in der Mitte die Orgel von 1864. Mit Mitteln aus einer erfolgreichen Spendensammlung finanzierten im Jahr 2009 die Gemeindemitglieder für den Innenraum einen Kronleuchter aus Messing mit 32 Glühbirnen.[3][4]
Denkmalschutz
Wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Bedeutung ist die Kirche nach § 2 Absatz 1 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes ein Kulturdenkmal. Sie wurde in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen unter der Nummer 38302 eingetragen.[5]
Literatur
- Peer Zietz in Zusammenarbeit mit Thomas Wiegand: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen, Werra-Meißner-Kreis 1, Altkreis Eschwege. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1991, ISBN 3-528-06240-1, S. 242 f.
- Susi Große: Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das evangelische Gotteshaus in Alberode. In: Die Kirche im Dorf lassen. Werra-Rundschau vom 15. Februar 2019.
Weblinks
- Internetauftritt des Kirchspiels Berkatal-Meißner I
- Alberode. Ev. Kirche. In: Georg Dehio. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Hessen 1: Die Regierungsbezirke Gießen und Kassel.
Einzelnachweise
- ↑ Alberode, Werra-Meißner-Kreis. In: Historisches Ortslexikon. Website des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen (LAGIS); abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ Kirchspiel Berkatal-Meißner 1 auf der Website des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meissner; abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ a b Peer Zietz in Zusammenarbeit mit Thomas Wiegand: Alberode. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Werra-Meißner-Kreis 1, Altkreis Eschwege. S. 257 f.
- ↑ a b Susi Große: Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Das evangelische Gotteshaus in Alberode In: Die Kirche im Dorf lassen. Werra-Rundschau vom 15. Februar 2019.
- ↑ Ev. Kirche Alberode, Kombergstraße 12 In: Kulturdenkmäler in Hessen. Website des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen; abgerufen am 19. September 2025.
Koordinaten: 51° 10′ 57,1″ N, 9° 56′ 18,7″ O