The Bodyguard World Tour

The Bodyguard World Tour
von Whitney Houston
Präsentationsalbum The Bodyguard: Original Soundtrack Album
Anfang der Tournee 5. Juli 1993
Ende der Tournee 19. November 1994

Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)

Konzerte insgesamt 120
Chronologie
I’m Your Baby Tonight World Tour
(1991)
The Bodyguard World Tour Pacific Rim Tour
(1997)

The Bodyguard World Tour war eine weltweite Konzerttournee der US-amerikanischen Sängerin und Schauspielerin Whitney Houston, die zur Unterstützung ihres erfolgreichen Soundtrack-Albums zu ihrem ersten Film The Bodyguard (1992) stattfand.

Hintergrund

Obwohl sie am 18. Juli 1992 den Sänger Bobby Brown heiratete und im darauffolgenden März ihre gemeinsame Tochter Bobbi Kristina Brown zur Welt brachte, war Whitney Houston nach dem enormen Erfolg des Films The Bodyguard und des dazugehörigen Soundtracks sehr gefragt. Die Proben für die Tournee begannen im Mai 1993. Da Houston erst kurz zuvor ihre Tochter geboren hatte, war zunächst geplant, in kleineren Veranstaltungsorten wie Hallen und Theatern aufzutreten, anstatt in den großen Hallen, in denen sie bis dahin ihre Karriere verbracht hatte. Houston erklärte der Presse, sie wolle in einem intimeren Rahmen spielen.

Die The Bodyguard World Tour startete schließlich am 5. Juli 1993 in Miami und endete am 19. November 1994 in Kapstadt. Die 120 Auftritte umfassende Welttournee führte Houston durch Nordamerika, Europa, Asien, Südamerika und Südafrika.

Während des Auftaktkonzerts in Miami erntete Houston viel Kritik, da sie ihren Auftritt mit erheblicher Verspätung begann und einen Fan, der ein Autogramm wollte, aufforderte, sich zu setzen. Trotzdem wurde die Show ein voller Erfolg.[1][2] Houston spielte fünf Abende in Folge vor ausverkauftem Haus in der Radio City Music Hall in New York City und anschließend sechs Abende im Sands Hotel & Casino in Atlantic City. Trotz des anfänglichen Erfolgs in kleineren Hallen, für die Houston aufgrund der schnell ausverkauften ersten Termine zusätzliche Konzerte ansetzte, trat sie auch weiterhin in größeren Veranstaltungsorten auf, darunter der Hollywood Bowl in Los Angeles.

Während des ersten US-Abschnitts unterbrach Houston ihre Tournee, um ihren Ehemann Bobby Brown auf dessen Europatournee zu begleiten. Houston setzte die Tournee anschließend in Europa fort, wo sie – anders als in den Vereinigten Staaten – in Stadien und Arenen auftrat. Nachdem sie in der Vergangenheit während ihrer Tourneen im Vereinigten Königreich traditionell in der Londoner Wembley Arena gespielt hatte, trat Houston bei dieser Tournee stattdessen im deutlich größeren Earls Court Exhibition Centre auf.

Die Tournee markierte im Januar 1994 ihren ersten Auftritte in Südamerika und begann im Estádio do Morumbi in São Paulo. Am 23. Januar trat Houston dann auf der Praça da Apoteose in Rio de Janeiro auf. Nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten, wo sie für ihren Bodyguard-Soundtrack mehrere Auszeichnungen (darunter den Grammy Award für das Album des Jahres) gewann, kehrte die Sängerin im April für ausverkaufte Stadionkonzerte in Argentinien, Chile und Venezuela nach Südamerika zurück. Während des zweiten Teils ihrer Nordamerika-Tournee im Jahr 1994 trat Houston bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 im Rose Bowl Stadium in Pasadena vor über 92.000 Zuschauern auf – ihrem bis dahin größten Publikum.[3] Anders als im Vorjahr spielte Houston ihre zweite US-Tournee aufgrund der großen Nachfrage in größeren Hallen. Während dieser Zeit litt die Sängerin unter Stimmproblemen und musste acht Konzerte absagen oder verlegen. Houston gab außerdem öffentlich bekannt, dass sie während dieser Tournee eine Fehlgeburt erlitten hatte.[4]

Ursprünglich wollte Whitney Houston ihre Tournee im September 1994 in der Radio City Music Hall beenden, wo sie sieben ausverkaufte Konzerte gab. Nachdem Nelson Mandela jedoch die Präsidentschaftswahlen in Südafrika gewonnen hatte, sagte Houston zu, im Oktober bei einem Staatsdinner im Weißen Haus aufzutreten und kündigte drei Konzerte in Südafrika an, wo im März 1994 desselben Jahres die Apartheid beendet worden war. Mit ihren südafrikanischen Konzerten im November schrieb Houston Geschichte als erste internationale Künstlerin, die nach dem Ende der Apartheid in dem Land auftrat. Die Tournee endete schließlich am 19. November im Cape Town Stadium in Kapstadt. Sie war ein Riesenerfolg. Viele Konzerte zählten zu den umsatzstärksten der jeweiligen Woche. Die Einnahmen trugen dazu bei, dass Houston es auf die Forbes-Liste der reichsten Entertainer schaffte. Houston verdiente in den Jahren 1993 und 1994 über 33 Millionen Dollar, das dritthöchste Einkommen einer Entertainerin.

Liveaufnahmen

Houstons Auftritt am 12. November 1994 in Johannesburg wurde live auf HBO übertragen und später unter dem Titel Whitney: The Concert for a New South Africa auf Video veröffentlicht. Zudem wurden die Konzerte in Chile, Argentinien, Brasilien und Venezuela in ausgewählten Ländern Südamerikas im Fernsehen übertragen.

Setlists

Setlist I (Juli 1993 – April 1994)

Setlist II (Juni – September 1994)

  • Greatest Love of All
  • So Emotional
  • Saving All My Love for You
  • I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)
  • How Will I Know
  • Medley (All at Once/Nobody Loves Me Like You Do/Didn’t We Almost Have It All/Where Do Broken Hearts Go/All the Man That I Need)
  • I Have Nothing
  • Queen of the Night
  • Medley ((You Make Me Feel Like) A Natural Woman/Do Right Woman, Do Right Man/Ain’t No Way)
  • Wonderful Counselor
  • Jesus Loves Me
  • I Will Always Love You
  • I’m Every Woman

Setlist III (November 1994)

  • Love’s in Need of Love Today
  • So Emotional
  • Saving All My Love for You
  • I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)
  • How Will I Know
  • Medley (All at Once/Where You Are/Lover for Life)
  • My Name Is Not Susan
  • Queen of the Night
  • I Have Nothing
  • Touch the World
  • Love Is
  • Amazing Grace
  • Master Blaster (Jammin’)
  • I Will Always Love You
  • I’m Every Woman
  • Greatest Love of All
  • Home

Tourdaten

Nr. Datum Stadt Land Veranstaltungsort Anmerkungen
Leg 1 – Nordamerika/Europa
1 5. Juli 1993 Miami Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James L. Knight Center
2 6. Juli 1993
3 8. Juli 1993
4 11. Juli 1993 Vienna Filene Center
5 12. Juli 1993
6 14. Juli 1993 Mansfield Great Woods Center for the Performing Arts
7 15. Juli 1993
8 20. Juli 1993 New York City Radio City Music Hall
9 21. Juli 1993
10 23. Juli 1993
11 24. Juli 1993
12 26. Juli 1993
13 28. Juli 1993 Atlantic City Sands Copa Room
14 30. Juli 1993
15 31. Juli 1993
16 1. August 1993
17 3. August 1993
18 4. August 1993
19 13. August 1993 Kopenhagen Danemark Parken
20 15. August 1993 Kolding Kolding Stadion
21 22. August 1993 Los Angeles Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hollywood Bowl
22 23. August 1993 San Diego Embarcadero Marina Park South Summer Pops Series
23 25. August 1993 Cerritos Center for the Performing Arts
24 27. August 1993
25 28. August 1993
Leg 2 – Asien
26 1. September 1993 Osaka JapanJapan Ōsaka-jō Hall
27 2. September 1993
28 6. September 1993 Tokio Nippon Budokan
29 7. September 1993
30 9. September 1993
31 10. September 1993
32 13. September 1993
33 14. September 1993
34 16. September 1993 Nagoya Rainbow Hall
35 17. September 1993
36 19. September 1993 Yokohama Yokohama Arena
37 20. September 1993
38 22. September 1993 Fukuoka Fukuoka Dome
39 24. September 1993 Yokohama Yokohama Arena
40 27. September 1993 Tokio Nippon Budokan
41 28. September 1993
Leg 3 – Europa
42 7. Oktober 1993 Assago ItalienItalien FilaForum
43 8. Oktober 1993
44 10. Oktober 1993 Zürich Schweiz Hallenstadion
45 11. Oktober 1993
46 13. Oktober 1993 Berlin DeutschlandDeutschland Deutschlandhalle
47 14. Oktober 1993
48 16. Oktober 1993 Stockholm SchwedenSchweden Globen
49 17. Oktober 1993 Göteborg Scandinavium
50 19. Oktober 1993 Oslo Norwegen Spektrum
51 22. Oktober 1993 Heerenveen NiederlandeNiederlande IJsstadion Thialf
52 23. Oktober 1993 Maastricht MECC
53 25. Oktober 1993 Frankfurt am Main DeutschlandDeutschland Festhalle
54 27. Oktober 1993 Birmingham EnglandEngland National Exhibition Centre
55 28. Oktober 1993
56 30. Oktober 1993
57 31. Oktober 1993 Sheffield Sheffield Arena
58 2. November 1993
59 3. November 1993
60 5. November 1993 London Earls Court
61 6. November 1993
62 7. November 1993
63 9. November 1993 Dublin Irland The Point Depot
64 10. November 1993
65 12. November 1993 Gent Belgien Flanders Expo
66 15. November 1993 Madrid SpanienSpanien Palacio de los Deportes
xx 16. November 1993 Barcelona Palau Sant Jordi
67 18. November 1993 Amnéville FrankreichFrankreich Le Galaxie
68 19. November 1993 Stuttgart DeutschlandDeutschland Schleyerhalle
69 21. November 1993 Linz OsterreichÖsterreich Sporthalle
70 23. November 1993 München DeutschlandDeutschland Olympiahalle
71 24. November 1993 Dortmund Westfalenhalle
72 26. November 1993 Rotterdam NiederlandeNiederlande Sportpaleis Ahoy’
73 27. November 1993
74 29. November 1993 Paris FrankreichFrankreich Palais Omnisport de Bercy
75 30. November 1993
Leg 4 – Südamerika
76 16. Januar 1994 São Paulo Brasilien Estádio do Morumbi Hollywood Rock
77 18. Januar 1994
78 23. Januar 1994 Rio de Janeiro Praça da Apoteose
Leg 5 – Lateinamerika
79 14. April 1994 Santiago de Chile Chile Estadio San Carlos de Apoquindo
80 16. April 1994 Buenos Aires Argentinien Estadio José Amalfitani
81 17. April 1994
82 21. April 1994 Caracas Venezuela Poliedro de Caracas
83 24. April 1994 San Juan Puerto Rico Estadio Hiram Bithorn
Leg 6 – Nordamerika
84 17. Juni 1994 Hartford Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Civic Center
85 19. Juni 1994 Uniondale Nassau Veterans Memorial Coliseum
86 23. Juni 1994 Philadelphia Spectrum
87 24. Juni 1994 Providence Civic Center
88 26. Juni 1994 Richfield Coliseum
89 27. Juni 1994 Auburn Hills Palace of Auburn Hills
90 29. Juni 1994 Fairborn Ervin J. Nutter Center
91 1. Juli 1994 Minneapolis Target Center
92 2. Juli 1994 Rosemont Rosemont Horizon
93 5. Juli 1994 Atlanta The Omni
94 7. Juli 1994 Lafayette Cajundome
xx 8. Juli 1994 Houston The Summit verlegt auf den 25. August 1994
95 11. Juli 1994 Denver McNichols Sports Arena
96 13. Juli 1994 Las Cruces Pan American Center
xx 15. Juli 1994 San Diego Sports Arena
xx 16. Juli 1994 Anaheim Arrowhead Pond verlegt auf den 21. August 1994
xx 18. Juli 1994 Phoenix America West Arena verlegt auf den 23. August 1994
xx 19. Juli 1994 Paradise MGM Grand Garden Arena verlegt auf den 12. August 1994
xx 21. Juli 1994 San Jose San Jose Arena verlegt auf den 14. August 1994
xx 25. Juli 1994 Tacoma Tacoma Dome verlegt auf den 17. August 1994
xx 27. Juli 1994 Sacramento ARCO Arena verlegt auf den 19. August 1994
Leg 7 – Nordamerika
97 12. August 1994 Paradise Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MGM Grand Garden Arena
98 14. August 1994 San Jose San Jose Arena
99 16. August 1994 Portland Memorial Coliseum
100 17. August 1994 Tacoma Tacoma Dome
101 19. August 1994 Sacramento ARCO Arena
102 21. August 1994 Anaheim Arrowhead Pond
103 23. August 1994 Phoenix America West Arena
104 25. August 1994 Houston The Summit
Leg 8 – Nordamerika
105 1. September 1994 Atlantic City Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sands Copa Room
106 3. September 1994
107 4. September 1994
108 7. September 1994
109 9. September 1994
110 10. September 1994
111 16. September 1994 New York City Radio City Music Hall
112 17. September 1994
113 20. September 1994
114 21. September 1994
xx 23. September 1994 New York City Radio City Music Hall verlegt auf den 28. September 1994
xx 24. September 1994 New York City Radio City Music Hall verlegt auf den 30. September 1994
115 27. September 1994 New York City Radio City Music Hall
116 28. September 1994
117 30. September 1994
Leg 9 – Afrika
118 8. November 1994 Durban Sudafrika Kings Park Stadium
119 12. November 1994 Johannesburg Ellis Park Stadium
120 19. November 1994 Kapstadt Green Point Stadium

Band

  • Whitney Houston: Gesang
  • Carlos Rios: Gitarre
  • Bette Sussman: Keyboards
  • Wayne Linsey: Keyboards
  • Rickey Minor: Bass, Bass-Synthesizer
  • Michael Baker: Schlagzeug
  • Bashiri Johnson: Percussion
  • Kirk Whalum: Saxophon
  • Gary Houston: Hintergrundgesang
  • Olivia McClurkin: Hintergrundgesang
  • Pattie Howard: Hintergrundgesang
  • Josie James: Hintergrundgesang

Einzelnachweise

  1. https://web.archive.org/web/20150222095353/http://articles.sun-sentinel.com/1993-07-16/features/9301240436_1_whitney-houston-fans-tour
  2. https://web.archive.org/web/20150222095209/http://articles.sun-sentinel.com/1993-07-07/features/9301220783_1_whitney-houston-delays-boos
  3. https://variety.com/1994/music/reviews/whitney-houston-kenny-g-1200437927/
  4. https://www.orlandosentinel.com/os-xpm-1994-07-14-9407140520-story.html